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Erster Band.
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Firkin

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Fifchbänder

Firkin , englisches Hohlmaß für Butter, Seife!und Bier, s. Großbritannien.

Firma, Raggion. Den gesetzlichen Bestim-mungen über Handelsfirmen widmet das Allg. d.Handelsgesetzbuch in sehr ausführlicher Weise vor-nehmlich die Art. 1b—27. Das Wesentliche hierausist folgendes: Firma ist der Name, unter welchemder Kaufmann im Handel seine Geschäfte betreibtund seine Unterschrift abgibt. Treibt eine Gesellschaftein Handelsgeschäft, so muß sie, was dem einzelnenKaufmann verboten ist, dieses Verhältniß nebendem Namen eines Gesellschafters — bei der Comman-ditgesellfchaft des persönlich Haftenden — äußerlichin der Firma bezeichnen. In der Regel geschiehtdieses durch den Beisatz „und Compagnie, & Comp.,& Co. — Eine Aktiengesellschaft muß sich als solcheschon in der Firma anzeigen und daher in der Regelihre Firma dem Gegenstand ihrer Unternehmungentlehnen, z. B. Maschinensabrik Eßlingen. — DieFirma muß in das Handelsregister des Handelsge-richtes eingetragen werden. Beibehaltung der Firmaeines bestehenden Geschäftes ist dem neuen Erwerbernur mit Einwilligung der Veräußere! gestattet. Ab-gesondert von dem Geschäft kann die Firma nicht ver-äußert werden. Aenderungen und Erlöschen der

irma ist gleichfalls beim Handelsgericht Behufs des

intragens in das Handelsregister und der Ver-öffentlichung anzumelden. Ohne die Veröffentlichungim Handelsblatt, auf Grund des Eiutragens imHandelsregister, kann sich der frühere Besitzer derFirma nur auf diese Thatsachen berufen, wenn ererweist, daß trotzdem diese Thatsache Dritten bekanntwar; im umgekehrten Falle muß der Dritte beweisen,daß er diese Thatsachen weder gekannt habe, nochhabe kennen müssen. — Unbefugter Gebrauch einerFirma verpflichtet neben der Strafe zu etwaigemSchadenersatz. — Bei offenen, Commandit - undAktiengesellschaften ist die Firma die Trägerin desHandelsfonds; unter dem Namen der Firma könnenRechte erworben und Unterpfänder bestellt werden;der Sitz der Firma bestimmt den Gerichtsstand. —Die genaue, bestimmte und vollständige Bezeichnungder Firma im Geschäftsverkehr kann nicht genug em-pfohlen werden. — Firma geben sagt man zu-weilen für Procura ertheilen und firmiren kürunterzeichnen oder eine Firma führen.

Firmamentstein, s. Element stein.

Firnewein nennt man im füdlichen Deutschlandden alten, abgelagerten Wein.

Firniß Nennt man eine Flüssigkeit, deren Haupt-bestandtheil Oel oder aufgelöstes Harz ist und mitwelcher man Gegenstände aller Art anstreicht, um sieentweder vor den Einwirkungen der Lust und derWitterung zu schützen, oder um ihnen eine dauer-hafte Farbe zu geben, die man deni Firniß zusetzt,oder auch um die Oberfläche glänzend zu machen, siezu lackireu. Die Firnisse theilen sich in 1)Oel-firni.sse, die aus einem schon an sich an der Lufttrocknenden fettenOele bestehen, das man gewöhnlichmit einem Bleioxyd, besonders Bleiglätte, kocht, wo-durch es etwas dicklich wird und an der Lust nochschneller trocknet und erhärtet. Der gebräuchlichstedieser Firnisse ist der Lein ölfirniß, bei dessen Be-reitung man dem Leinöl zuweilen außer der Blei-glätte auch Mennige, Bleizucker oder Zinkvitriol zu-setzt. Die Oelfirmsfe werden besonders zum An-streichen mit Farben benutzt. 2) Harzfirnijse,welche aus einem in ätherischem Oele, meist Terpen-tinöl, oder in Weingeist aufgelöstem Harze bestehen

und daher in Terpentinöl- und inWeingeist-firnissc zerfallen. Die dazu verwendeten Harzesind besonders Bernstein, Copal, Dammarharz,Schellack, Mastix, Sandarak, Colophonium, Asphalt,seltener Drachenblut, Elemi, Benzoe, Anime rc. Siewerden meist zum Lackiren verwendet und daher auchLacksirnisse oder Lacke genannt. Zu manchenZwecken setzt man ihnen eine Farbe zu. Der be-rühmte chinesische Lackfirniß wird aus dem ätzen-den Nlilchsaste eines Baumes, Stagmaria verniciflua,in China Tsichun genannt, bereitet, den manmehrere Male durch Baumwolle preßt. Der ja-panefische Firniß, der weniger schön ist, bestehtaus dem Safte des Firnißsumach, lllms Vernix,welcher gereinigt, in ätherischem Oele aufgelöst undmit Zusatz von Farbe angewendet wird. Der soge-nannte englische oder Gold firniß dient zürnAnstreichen des Messings, um seine Farbe und seinenGlanz zu erhöhen. T)ie schwarzen Firnisse werdenmeist aus Asphalt mit Zusatz von Leinöl bereitet,aber man hat sie auch von BernsteiucolophoniuiNzum Lackiren von Blechwaaren, und von Eisen undSteinkohlentheer bereitet. Die mageren, die nurWasser statt des Oeles enthalten und aus Aus-lösungen von Gummi, Traganth u. s. w. bestehen,sind nicht haltbar und nicht wasserdicht. — Noch istsehr zu beachten, daß Zeuge, Faden re., die in Firnißgetränkt sind, sehr leicht sich selbst entzünden, daherwegen Feuersgesahr sorgfältig zu beachten sind.

Die Weingeistfirnisse trocknen weniger schnell als dieTerpentinölstrnisse, auch sind sie spröder und blätternsich nach dem Trocknen leicht ab, weshalb man ihnenzuweilen einen Zusatz von Terpentinöl gibt. Diegangbarsten Lackfirnisse werden an manchen Ortenim Großen fabrikmäßig verfertigt und gewöhnlichvon den Drogueriehandlungen geführt; den Leinölfirniß bereiten sich die Handwerker, die ihn brauchen,gewöhnlich selbst, und die Lackirer, Anstreicher, beson-ders die Wachstuchfabrikanten verkaufen ihn auch iwEinzelnen. Zu photographischeu Bildern gebraucheman verschiedene Arten feiner und gut bereiteterFirnisse, für positive Bilder aus der Rückseite derGlasscheibe einen schwarzen, der bereitet wird aus500 Gramm Mineralöl, 200 Grm. Asphalt u. 3 GrusKautschuck; oder aus 500 Grm Schwefelkohlenstvm50 Grm. Asphalt. Zu Hellem Firniß auf der Vorder-seite des Bildes dient: 8 Grm. Copal, 120 Grußreiner Benzol. Auch ist der im Handel vorkommendeKrystallfirniß sehr passend. Für negative Bildermuß der Firniß besonders sorgfältig präparirt wer-den. Es ist dazu folgendes Recept gegeben: 1000Cubikcentimeter Alkohol von 95", 80 Grm. weißerGnmmilack und 10 Grm. ausgesuchter Sandararwerden in einer erwärmten Flasche, die man nochwarmes Wasser stellt, ausgelöst und die Lösung durchFließpapier stltrirt. Sie ist schwach gelblich. Außer-dem kommen noch im Handel vor ein Lack Oörolöuwfür positive Bilder auf Papier, ein Lack Rosa fürnegative Bilder auf Papier, ein Krystalllack für ne-gative Collodiumbilder und ein Lack von Fr. W"ofür negative und positive Collodiumbilder.

Firnißsteine, s. Bernstein.

Firniß, trockner, wird das aus dem in Sch>^den wachsenden baumartigen WachholderstraUchfließende Harz genannt.

Fisch, s. Fisk.

Fischangeln, s. Ang elh ak en.

Fischauge, s. Feldspats,. e

Fischbander nennt man eiserne oder Messings