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Erster Band.
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Fischbrin

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Fischhaut

Dhürbänder, deren Lappen in das Holz eingelassenund dann mit Schrauben darin besestigt WerdernFischbein, schwarzes oder blaues, zum Unter-schied von dem weißen oder Blackfischbein (f.b.),nennt man die durch Reinigen und Reißen zu ver-schiedenen technischen Zwecken zubereiteten Wall-st schbarten (s. d.). Diese Zubereitung geschiehtw den Fischbeinreißereien, die sich besonders in denSeeplätzen, aber auch in vielen größeren Städtenues Binnenlandes befinden. Die Barten werden zu°em Ende in langen Kesseln in Wasser gekocht, abge-schabt und dann zu viereckigen oder flachen Stäbenvon verschiedener Länge und Dicke gespalten undZerschnitten. Die Stäbe von gleicher Länge undStärke werden in Bündel von verschiedener Schweregebunden und nach dem Gewicht verkauft. DerPreisjsk.um so höher, je langer und dicker die Stäbe sind.Die viereckigen Stäbe werden besonders zu Sonnen-Und Regenschirmen, zu Stöcken, Peitschen und dgl.,*>te flachen zu Blankscheiten, dünnere und sckmälerezu Schnürleibern, und ganz dünnes, rund geschabtes,w der Form langer Schnuren, die ringweis zusam-uiengebunden und P u tz f i s ch b e i n genannt werden,zum Einlegen in Damenhüte verwendet. Wenn mandas Fischbein mäßig erhitzt, wird es weich, so daß esIsch in Formen pressen, bleibend biegen, drehen rc.wßt und zu Messerheften, Dosen, Spazierstöcken rc.verarbeitet werden kann. Fischbeinfasern und Schabe-lhähne benutzt man in England als Surrogat derRoßhaare zum Polstern. Das Fischbein vom nor-dischen Wallfische ist dichter und fester als das vombrasilianischen; von jungen Fischen ist es durchgängigbrüchiger als von alten. In Deutschland beziehtMan es hauptsächlich von Hamburg, Altona, Bremen,Kopenhagen und Amsterdam; außerdem gibt es auchin Berlin, Breslau, Wien, Prag, Augsburg, Lcip-zig rc. Fischbeinreißereien. Frankreich besitzt der-gleichen besonders in Rouen, Bordeaux und Paris,führt aber demohngeachtet noch viel Fischbein ausHolland und Hamburg ein. Man bereitet auch einkünstliches Fischbein, Wallosin genannt; das inLondon 1862 von Vöckler in Meißen ausgestellte hatbesondere Auszeichnung verdient.

Fischbein, weißes, s. Blackfischbein.

. Flsche. Von dieser zahlreichen Thierklasse dienenlele Arten dem Menschen zur Nahrung und mehrerediesen sind daher bedeutende Handelsartikel,jr* sie jedoch noch leichter dem Verderben ausgesetztals das Fleisch der viersüßigen Thiere, so müssenne durch Trocknen, Räuchern, Einsalzen oder Mari-, wen haltbar und zur Handelswaare gemacht wer-.m Lebend find die Fische nur Gegenstand desnächsten Markthandels, da sie sich in diesem ZustandeUr mit Schwierigkeit und nur auf geringe Ent-rungen versenden lassen, und das Letztere gilt auch«?u getödteten ungesalzenen Fischen, obleich mancheeefische jn pjesem Zustande jetzt mit Hülse derfienbahiien weiter versendet werden, als es früher*^ war. Das Räuchern, Trocknen und @tn»bet r> der Seefische wird in der Regel in der NäheStf , wo sie gefangen werden, oder auch auf den

gellen vorgenommen; dem Räuchern und Trocknen» M gewöhnlich das Einsalzen vorher. Das Mari-Rov" geschieht, indem See- oder Flußfische auf demun^ gebraten, dabei gewöhnlich mit Oel bcstrichenao dann in eine Brühe von Essig, Salz, Gewürzen,k,,nntern rc. eingelegt werden. Bon mehreren Fischen !oder ***** bas Fett, die Eier (der Rogen), die Haut:v andere Theile gebraucht, namentlich von den ;

verschiedenen Wallfischarten, von mehreren Artendes Haifisches, des Störs rc. Unter den Seefischenfind außer dem Wallfisch, der jedoch eigentlich einSäugethier ist und mit Unrecht ein Fisch heißt, be-sonders folgende für den Handel von Wichtigkeit:der Kabliau nebst mehreren verwandten Arten', wieder Dorsch, Schellfisch rc., der Hering, die Sardelle,der Anchovis, die Makrele, derThunfisch, der Rochen,die Scholle, der Haifisch rc., von den Flußfischen:der Aal, das Neunauge, der Wels, Lachs, Stöhr,Hausen rc. Wir verweisen wegen dieser und nochanderer bemerkenswerther Arten auf besondere Ar-tikel, und erwähnen nur noch einer wichtigen Ent-deckung, welche vor Kurzem von zwei gewöhnlichenFischern im sranz. Departement der Vogesen, NamensGehin und Remy, gemacht worden ist, nämlichder künstlichen Befruchtung der Fischeier. Da diesevon dem männlichen Fische erst befruchtet werden,nachdem sie als Laich den Körper des Weibchensverlassen haben, so haben die Genannten das Experi-ment gemacht, Fischeier mit der weißen Flüssigkeit,welche das Männchen bei sich führt (der Milch), unddie es auch von sich gibt, wenn man es am Bauchestreicht, zu bestreichen und aus jedem davon berührtenEi ist sehr bald ein junges Fischchen ausgekrochen,so daß sie diese in ungeheurer Menge erhalten haben.Sie haben diese Entdeckung weiter fortgesetzt, indemsie das zweckmäßigste Verfahren für die Ernährungund Erziehung der jungen Fischchen ausgemittelthaben, und sind dann in Frankreich herumgereist,um ihre Entdeckung und ihr Verfahren bekannt zumachen. Sie baben damit um so mehr Beifall ge-funden, als in Frankreich der Bedarf von Süßwasser-fischen so groß ist, daß man schon angefangen hat,eine Entvölkerung der Flüsse und Teiche zu sürchten.In England ist das Verfahren ebenfalls schon anvielen Orten mit dem besten Erfolge ausgeübt wor-den. Auch hat man die Entdeckung gemacht, daß sichdie Fischeier in feuchtem Grase und einer durch-löcherten Blechbüchse ohne Nachtheil versenden lassen,wodurch es möglich ist, Fischarten, welche in einerGegend fehlen, dahin zu verpflanzen.

Fischeisen nennt man eine Art starkes Eisenblechvon 1 — 2 Linien Dicke, in schmalen Platten von1V 2 —5 Zoll Breite und verschiedener Länge, dasauf mehreren Hammerwerken verfertigt und beson-ders von den Schlossern verarbeitet wird.

Fischgalle, besonders vom Karpfen, Aal undHecht, wurde sonst in der Medizin gebraucht undwird jetzt noch zuweilen von Malern zur Bereitungeiner grünen Farbe, sowie zum Ueberdrucken vonKupferstichen aus Glas benutzt.

Fischgrat nennt man in Baiern eine Art Barchent,der in Kaufbeuern, Kempten und Umgegend ver-fertigt wird.

Fischguano, s. Guano.

Fischhaut oder Hayfell nennt man die ausge-spannten und getrockneten Häute mehrerer Hahfisch-arten, besonders der Meerengel, Squatina, dieauf der Außenseite mit kleinen harten und scharfenErhabenheiten besetzt sind, so daß man sie wie eineHolzraspel benutzen kann. Sie kommen von sehrverschiedener Größe, 7»—2 Ellen und darüber langund V« — 1 Elle breit und werden gewöhnlich nachdem Stück verkauft. Die größten kommen aus demmittelländischen Meere, die kleineren aus der Nord-see. Beim Einkauf muß man daraus sehen, daß dieHäute ganz trocken und fest sind. Sie werden zumAbreiben und Glätten von Tischlern, Drechslern,