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Erster Band.
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Fischkörnrr

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Fiume

Hutmachcrn, sowie zum Reiben des Talks in denSchminkefabriken gebraucht; auch versertigt wandensogenannten Fischhautchagrin davon, indemman die Erhöhungen mit Sande abreibt und dieHäute dann färbt, worauf man sie zum Ueberziehenvon Futteralen, Uhrgehäusen, Perspektiven, Kästchenund dgl. benutzt. Dazu können auch solche Häute,welche durch den Gebrauch zum Poliren abgestumpftfind, verwendet werden. In Trieft und Fiume unter-scheidet man 4 Sorten davon: Squaena, mit ziemlichstarken Stacheln; Sagrin, mehr glatt; Lucido, weiß-lich, fast durchsichtig und schon dem Chagrin ähnlich;Gatto, kleine gefleckte Häute, die wie mit Haaren oderBorsten besetzt aussehen.

Fischkörner, s. Kockelskörner.

Fischleim, s. H a u s e n b l a s e.

Fischleimgummi, s. Fleischgummi.

Fischmagen sind die eingesalzenen und dann ander Sonne getrockneten Magen der Haifische, welchebesonders auf der Küste von Koromandel und ausCeylon auf diese Art zubereitet und dann in großerMenge nach China gesandt werden, wo sie als einLeckerbissen, der zugleich den Magen erwärmt undden Körper erregt, sehr geschätzt sind.

Fischöl, s. Thran.

Fischotterfelle oder Otterfelle, die behaartenFelle mehrerer Arten der Fischotter, welche ein sehrgeschätztes Pelzwerk sind. Im Rauchwaarenhandelkommen besonders 4 Arten unter diesem Namen vor,nämlich: 1) Bon der gemeinen Fisch- oderFlußotter, Nnstola lntra oder Imtra vulgaris,welche sich ziemlich selten in Europa, häufiger imnördlichen Asien und Amerika findet und an Fluß-ufern, unter alten Wehren, Baumstämmen undWurzeln, auch zuweilen vom Wasser entfernt, inalten Dachs- und Fuchsbauen lebt. Sie ist ohne den1V 4 Fuß langen, oben dicken und spitz zulaufendenSchwanz 2'/s Fuß lang, 1 Fuß hoch und 20—30Pfd. schwer, das Weibchen kleiner, auf dem Ruckendunkelbraun mit graulichem und weißem Grundeam Bauche graulich von Farbe und hat Schwimm-füße. Die meisten Felle kommen aus Nordamerika,Kamtschatka, den Aleutischen Inseln rc. Die aus Ca-nada und Virginien kommenden sind von einer Abart,Imtra canadensis, und besonders schön dunkelbraun,glatt und glänzend, weshalb sie Spiegelotterngenannt werden. Die Farbe der schwedischen undnorwegischen ist meist ganz dunkel, fast schwarz.Hellfarbige Felle werden von den Kürschnern ge-wöhnlich an den Spitzen braun gefärt oder geblendet.Die langen Haare werden auch zu Malerpinseln,Fisch Pinsel genannt, und die wolligen zuweilenzu Hüten verarbeitet. 2) Die Felle der Seeotter,Meerotter oder kamtschatalischen Otter,in Rußland auch Seebiber genannt, Lutra marinaoder Mustela Lutris, welche an den Küsten der nörd-lichen Meere, besonders des stillen Oceans zwischenKamtschatka und Nordamerika, lebt, über 3 Fuß, derplatte, zugespitzte Schwanz 1 Fuß lang wird unddichtes, glattes, glänzendes, schwarzes oder schwarz-braunes , am Grunde silbergraues Haar hat. DasFell gehört zu den schönsten und beliebtesten Pelz-werken , das einer der Hauptgegenstände der nörd-lichen Schifsfahrt der Chinesen und Russen ist; daaber dem Thiere so sehr nachgestellt wird, so ist esjetzt schon viel seltener als früher. Die Russen nennendie ganz ausgewachsenen Felle, welche dicht undschwarz von Farbe sind, Matki, die halbwüchsigenund weniger dunklen Koschloki, die jungen, weiß-

lichen und diinnhaarigen Medweki. Von ganzalten Thieren ist das Fell weniger lebhaft schwarzund wird endlich graulich. 3) Die Felle der Sumpf-otter, kleinen Fischotter, Krebs- oderKretotter, auch Steinhund, Wasserwiesel,Schuppotter genannt, NnstolaIntroola, im nörd-lichen Europa und Asten an Teichen und Flußufern,hat nur die Größe eines Marders und dichtes, glattes,glänzendes Haar, mehr oder weniger dunkel kastanien-braun von Farbe, am Grunde graubraun oder gelb-lich, am Maule weiß, an den Ohren schwarz. InFinnland werden fie Ment genannt, und deshalbnennt man eine Art derselben auch in DeutschlandMenk- oderMinxselle. Die sogenanntenNörz-felle stammen ebenfalls von einer Abart der Sumpf-otter. 4) Die brasilische Otter, Lutra brasi-liensis, ohne den über 1 Fuß langen Schwanz 2VsFuß lang, aber sehr dick und ein Gewicht von 70 bis80 Pfd. erreichend. Die Farbe ist auf dem Rückenmehr oder weniger dunkelbraun, am Bauche grau-roth; das Fell aber ist weniger schön als das derFlußotter und kommt auch nur selten vor.

Fischpinsel, s. Pinsel.

Fischrogen, s. Kaviar.

Fischthran, s. Thran.

Fischtücher, eine Art guter, fester mittelfeinerTücher von verschiedenen Farben, welche für die Le-vante verfertigt werden und häufig über Wien undTriest nach der Türkei, Smyrna rc. gehen. Siehaben ihren Namen von zwei Fischen die auf demBleistempel und auch in Gold aus den Enden derStücke abgedruckt sind. Sie werden in den Tuch-fabriken der preußischen Rheinprovinz, jin Sachsen,Schlesien, Böhmen, Mähren rc. versertigt, sowie auchin Frankreich, wo man sie ebenfalls Draps a deu xpoissons nennt.

Fisetholz, s Gelbholz.

Fitzk oder Fisch, eine Rechnungsmünze in Is-land, s. d.

Fihe wird in einigen Gegenden ein Gebind Garngenannt.

Fiume, St.VeitamFlaum, Hauptstadt desnunmehr kroatischen Küstenlandes, am quarnerischenMeerbusen des adriatischen Meeres, an der fischreichenRecina und der artesischen Quelle Fiumara, 15,000Einw., bedeutender Handelsplatz und Freihafen, mitmehreren steinernen und hölzernen Molos, Schiffs-werften, Seilereien, Ankerschmieden, einer Handels-und Gewerbskammer, einem Merkantil- und Wech-selgericht , einer Filiale der Wiener Disconto-Bank,einer nautischen Schule und mehreren Seeversichr-rungsgesellschaften. Es ist der Hauptanssuhrplatzder Produkte des Landes, insbesondere von Faß-dauben und Bauholz, und versieht dieses so wie einenTheil Ungarns und Jllyriens mit den Einfuhr-artikeln: Colonial-, Manufaktur- und Luxuswaaren,Eßwaaren, Oel, Honig, getrockneten Früchten ^Die Gesammtthnme des Exports und Imports be-trägt durchschnittlich 10 Millionen Gulden pr. Jahr.Der Verkehr mit Kroatien, Slavonien, Ungarn»Dalmatien, Bosnien, Italien, Frankreich, der Le-vante, den Barbareskenstaaten rc. rst daher bedeutendund wird landeinwärts durch die schone und kunfi-reich angelegte Louisenstraße nach Karlsstadt begün-stigt. Auch befindet sich hier eine große MaschenPapierfabrik von Smith und Weynier, s^nDampfmaschinenfabrik und Fabriken von CheMsta-

lien, Wachskerzen, Tabak, Leder; Bierbrauereie ,

Wachsbleichen rc. Fiume hat DampfschiM^" '