Fixe Preise
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Flachs
Verbindungen mit Trieft, Zeng, Dalmatien und densüdlicheren Küstenstädten. Im Jahre 1862 sind 130Segelschiffe von 250 bis ca. 500 Tonnen, also imGanzen mit einem Tonnengehalt von ca. 40,000Tonnen eingegangen, welche fast sämmtlich Faß-dauben für Marseille, Bordeaux und Leite, oderBauholz nach Alexandrien, auch Mehl und Papiernach Brasilien geladen haben. Kleinere Schiffevon 50 bis 100 Tonnen aus österreichischen unditalienischen Häfen kommend, liefen 3—400 ein,welche Südfrüchte, Oel, Wein, Salz, Kohlen, Ha-dern rc. zuführten. Die Zahl aller mit Ladung an-gekommenen Dampf- und Segelschiffe beträgt 3621von 87,312 Tonnen, worunter 3238 unter öfterr.Flagge.
Rechnung, Münzen, Maße und Gewichtes- Oesterreich.
Fixe Preise sind solche, welche unveränderlichbleiben, die sich aus einem gewissen Standpunktebehaupten.
Fixirlösung, wird in der Photographie sowohlfür positive als negative Bilder gebraucht. Fürerstere dient Chankalium 5 Grammen in 200 Grm.destillirtes Wasser. Es ist diese Mischung sehr giftig,daher wendet man auch für positive Bilder oft diefolgende für die negativen Bilder bestimmte Mischungan und fügt auflOOGrm. noch 1 Tropfen Ammoniakhmzu, was bei negativen wegfällt; für diese ist be-stimmt eine gesättigte Lösung von unterschwefiig-saurem Natron. Die Cyankaliumlösnng zersetzt sichan der Luft, muß also gut verschlossen werden.
Flachdraht, s. Lahn.
Flacheisen nennt man zuweilen Eisen, das inkurze, breite und dünne Stücke geschmiedet ist, zumUnterschiede von dem längeren und schmälerenStabeisen.
Flachfisch, s. Kabliau.
Flachs oder Lein nennt man die gereinigten undzum Spinnen vorgerichteten Bastfäden der wahr-scheinlich aus dem südlichen Europa oder Aeghptenstammenden und in fast allen gemäßigten euro-päischen Ländern auf dem Felde erbauten gemein-"en Flachs- oder Leinpflanze, Linum ussi-tatissimum. Diese ist einjährig, wird 1V-—3 Fußb°ch und hat eine fünf blätterige blaue Blume, auswelcher eine fünfschalige ovale Samenkapsel entsteht,tn jedem ihrer fünf Fächer einen einzelnenwachen, glänzenden braunen Samenkern, Lein-lameu (j. d.s genannt, enthält. Man unterscheidet^sonders zwei Spielarten der Pflanze: denFtang- oder Springlein und den Drosch-,^°^sch-, Dresch- oder Schleißlein. DerA>ere, welcher seinen Namen daher hat, weil dieSamenkapseln bei völliger Reise mit einem kleinenGeräusche von selbst aufspringen, wird nur IV 2 —2puß hoch, gibt aber einen feineren und weißeren Fa-, " wud wird deshalb häufiger angebaut, als der^ oine Höhe von 3 Fuß erreicht. Die Art
s Anbaues der Pflanze ist verschieden, je nachdemva» * ur Aussaat tauglichen Samen oder Flachs da-mi 1 gewinnen will. Im ersten Fall dürfen diehpmo- en zu dicht stehen und man muß sie aufbnn ^tde völlig reif werden lassen; sie erhalteneinen starken Stengel mit mehreren Besten,den -, er ewen groben Flachs mit vielen kurzen Fä-S’jt. Soll dagegen der Flachs fein, weich undtzjF 'chst gleich lang sein, so müssen die Pflanzen(g7 tet gesäet werden, wodurch sie einen dünneren
e"gel mit weniger Besten erhalten, und man darf
sie nicht ganz reif werden lassen, erhält dann aberSamenkörner, die nur zum Oelschlagen brauchbarsind. Zuweilen rauft man Die Pflanzen schon aus,wenn sie kaum aufgeblüht sind, indem sie dann denzartesten, zur Hervorbringnng ganz feiner Gespinnstetauglichsten Faden geben. Welche von diesen beidenArten der Kultur den größten Nutzen bringt, hängtgewöhnlich von den örtlichen Verhältnissen ab. InDeutschland beabsichtigt man fast durchgängig dieFlachsgewinnnng und der erzeugte Same ist daherin der Regel zum Säen untauglich, weshalb manfast allgemein liefländischen oder sogenannten RigaerLeinsamen dazu verwendet; auch artet dieser bei unsnach einigen Jahren aus, wenn mau ihn auch völligreif werden läßt und dann wieder aussäet. — Umden Flachs zu erndten, werden die Pflanzen mit derWurzel aus der Erde gezogen oder gerauft; dannbindet man sie in Bündel, die man aufrecht stehendauf dem Felde trocknen läßt, worauf sie im Hausegeriffelt oder gerefft, d. h. durch einen starkeneisernen Kamm gezogen werden, um die Samen-kapseln und die an der Wurzel hängende Erde davonzu entfernen. Hierauf werden die Stengel ge-röstet, wodurch man beabsichtigt, den Zusammen-hang der Fasern unter sich sowohl, als auch mit denholzigen Theilen der Pflanze aufzuheben. Dies ge-schieht, indem man eine Art Gährnng oder angehendeFäulniß derselben erzeugt. Man legt zu dem Endedie Stengel in fließendes oder stehendes Wasser, oderbreitet sie auf dem Felde aus, damit Thau und Re-gen daraus einwirken können, oder thut beides ab-wechselnd, und dadurch entsteht die Thau- oderLuftröste, die Wasserröste und die gemischteRöste. In neuerer Zeit aber und besonders in' England, weicht man den Flachs in warmes Wasserein, wobei man zum Rösten nur 60 Stundenbraucht, während nach dem gewöhnlichen Verfahren1—3 Wochen und noch mehr dazu nöthig sind. Auchdurch Dämpfe, kann das Rösten in sehr kurzer Zeitausgeführt werden. Die gerösteten Stengel werdenin der Sonne oder häufiger in künstlicher Wärmevöllig ausgetrocknet oder gedarrt und dann ent-weder auf einer Handbreche oder vermittelst größererMaschinell gebrecht, wodurch die äußeren holzigenTheile zerbrochen werden und abfallen und die Faseroder der Flachs allein zurückbleibt. Die Entfernungder ersteren wird noch durch das Schwingen ver-mittelst des Schwingbretes oder mit Maschinen, unddurch das Rib b en oder Streichen mit einem etwaszugeschärften verzinnten Eisenblech gefördert. Es istdann nur noch nöthig, die Fasern der Länge nach inmöglichst dünne Fäden zu trennen und zugleich diezu kurzen und verworrenen Fasern, sowie alle nochdaran hängenden kleinen Unreinigkeiten davon zuentfernen, was durch das Hecheln, entweder mitder Hand oder mit Hechelmaschinen, geschieht. Jemehr der Flachs gehechelt wird, desto feiner wird er,aber es entsteht dadurch auch desto mehr Abfall. InWestphalen und einigen anderen Ländern wird derFlachs entweder vor oder nach dem Brechen in einerStampsmühle (Pockmühle) gestampft oder auchmit 3—4 Pfund schweren hölzernen Handschlägelnoder Bläueln geschlagen, was man das Pocken,Bocken oder Bläueln nennt. Wenn dies vordem Brechen geschieht, werden die Holztheile dadurchzerkleinert, ohne daß die Fasern zerrissen werden,und das Brechen sehr erleichtert; auch gewinnt derFlachs dadurch beveutend an Weichheit Alle dieseArbeiten werden gewöhnlich von den Landleuten und