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Erster Band.
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Flaggcntücher

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Flaschen

minder mächtigen Nation gegen die einer größeren,oder auch beim Einfahren iii einen befestigten Hafen,«anal oder Meeresarm. Es gibt besondere Flag->3enkarten, auf denen alle Flaggen der verschie-denen Nationen nach ihren Farben und Formen ab-zeichnet und die im Buchhandel zu haben sind. _a, Flaggcntücher sind leichte wollene Zeuge, eme-wtEtamin, von verschiedenen Farben, welche zuden Flaggen gebraucht werden. , .

Flaine heißt eine Art französischer Bettzwilllcheoder Toutils, welche in der Normandie rc. verfertigtwerden.

FlainbeauKolz wird zuweilen das CitronenholzZenannt.

. Flammeleisen oder Zaggeleisen nennt man

Oesterreich das Eisen, welches im Flammofen8ayemacht und zu weiterer Verarbeitung tauglich ist.

Flammenopal, s. O p a l.

, Flannnes oder Flammines heißt eine Artvuntgeflammter glatter Zeuge mit leinener Kette undbaumwollenem Einschlag, die besonders im fran-»vsischen Depart. der niederen Seine verfertigt werden.

Flammirt, geflammt oder jaspirt nenntwan einen Zeug, der mit flawmenartigen Linien"der Streifen gezeichnet ist. Man bringt diese Art

Zeichnung gewöhnlich beim Weben hervor, in-dem man das zur Kette oder auch zur Kette undMn Einschlag bestimmte weiße oder hellfarbige Garn"u ^einzelnen Stellen der Strähne mit Bindfadenlest umwickelt und ihni dann die dunklere Haupt-larbe gibt, von welcher die umwickelten Stellen nichtgetroffen werden. Auf diese Art wird auch gezwirn-tes Wollengarn gefärbt, mit welchem man geflammteStrümpfe stricken oder weben kann. BesonversBnckskins werden jetzt häufig geflammt verfertigt.Geflammte Seidenzeuge und Bänder sind meist ge-druckt.

Flamski Polotnv, s. Flämische Leinen.

„ Flandrischblau heißt eine blaue, ins Grüneübergehende Malerfarbe, die aus dem Rückständed« der Bereitung des Ultramarins aus dem Lasnr-nem gewonnen wird.

, Flandrische Garne heißen die in Belgien und, Ei°>sders im ehemaligen Flandern verfertigten leine-n L®'«ne, s. Leinengarn,feil c Leinen nennt man die meist sehr

rei^u "einengewebe, welche in den ehemaligen öster-a-fchtfcheu Niederlanden, die jetzt meist einen großenKönigsreichs Belgien bilden, verfertigtu, namentlich die auf die Batiste folgendenGem" 0118 den Gegenden von Brügge, Courtray,in N ' Dendermonde, Tournay, Apern, Brüssel rc.Lill- Herzogenbusch in Holland, Balencienne,w-,,' ^°"ay, Cambray rc. in Frankreich. Sie kom-

Zt>t Unter -

werd"""^' Prexrtlas, rnoiettes rc.; auchverschiedene gestreifte, gemusterte und da-web! ^ Theil mit Baumwolle gemischte Ge-

nau, ^?^unter begriffen. Sie gingen früher stark^nuien, Portugal, Amerika und Westindien,hat ihr Absatz nach dem Auslande bedeutend

Euvmmen.

Mandrische Messer, s. F l ä m i s ch e M e s s e r.^er E heißt ein leichter tuchartiger Wollenzeug,geiibr,. ^ uur wenig gewalkt, gerauht, aber nichtist n E" daher mehr oder weniger langhaarig4iiv; Kette wird stark gedrehtes Garn von zwei-ger Waschwolle, zum Einschlag lockeres Garn

aus Streichwvlle, kurzer Svmmerwvlle, zuweilenauch Rauf- oder Gerbenvolle, oder aus solchen Sor-ten gemischt, genommen. Oft wird jetzt auch Flanellmit baumwollener Kette und manche Sorten mitleinener Kette verfertigt. Man sabrizirt ihn auf sehrverschiedene Art: glatt, geköpert, gepreßt, frifirt, ge-streift rc.; manche Sorten komnien auch unter beson-deren Namen: Molton, Fries, Lama, Boy,Segovias, Golgas rc. vor, wegen denen wirauf eigene Artikel verweisen. Die feinsten geköpertenSorten, zum Theil mit baumwollener Kette, werdenGefundheitsflanell oder Hemdenflanellgenannt. Sehr häufig werden die buntgestreiftenFlanelle, welche entweder eine leinene oder baum-wollene Kette haben und bei denen die Streifen inder Quere des Stücks laufen, zu Frauenunterröckengebraucht. In Deutschland wird an sehr vielenOrten Flanell verfertigt, namentlich in Berlin,Brandenburg, Aschersleben, Halberstadt, Quedlin-burg, auf dem Eichsfelde, in Osterode, Göttingen,Hameln, Eimbeck, Braunau, Böhmisch Leipa,Brünn,Jglau, Mühlhausen, Langensalza,Remda,Haynichen,Oederan, Roßwein, Ronneburg, Calw, Heidenheim,Hersfeld, Grünberg, Neumünster rc. England hatFabriken davon hauptsächlich in Wales, Wiltshire,Effex, Suffolk rc.; dicke und grobe Sorten werdenbesonders in Oxford, feine in Rochdale, Newtvwnund Saddleworth verfertigt. Die englischen Flanelletragen sich gut und haben vor den deutschen beson-ders den Vorzug, daß sie in der Wäsche nicht ein-laufen, was besonders daher rührt, weil man inEngland nicht, wie meist in Deutschland, Sterb-lings- und Gerberwolle dazu verwendet; in neuererZeit wird indessen auch bei uns dieser Fehler, beson-ders bei den besseren Sorten, wenigstens zum größtenTheil vermieden. Da jedoch die deutschen Flanellesanft anzufühlen und wohlfeil sind, so gehen beson-ders die seinen weichen Sorten noch häufig nach Eng-land. In Frankreich unterscheidet man hauptsächlichKöperflanell, Flanelles croisees, die schwerstenund dicksten, mit Kette von Kammgarn, doch auchzuweilen, wie der Einschlag, aus Krämpelwolle;Flanelles de Galles, eine Nachahmung der englischenwalliser Flanelle, und Flanelles liolivar, der leichtesteund am wenigsten haltbare, mit Kette und Einschlagvon Streichgarn. Der meiste französische Flanellwird in und um Rheims verfertigt.

Flanell, türkischer, s. Golgas.

Flaschen oder Bouteillen, bekannte Gesäßevon Glas oder Thon, zuweilen auch von Kupfer, mitenger Mündung, zur Ausbewahrung von allerhandFlüssigkeiten. Am häufigsten werden die gläsernenWeinflaschen verfertigt und verbraucht, die theilsaus grünem, theils aus gelbem oder dunkelbraunem,seltener aus weißem Glase gemacht sind. Sie werdenin großer Menge in Böhmen, Schlesien, Sachsen,Thüringen, am Rhein rc., ebenso in Frankreich undEngland verfertigt. Die deutschen fassen gewöhnlichS U Berliner Quart und ebenso viel auch die fran-zösischen , in denen Wein verschickt wird, und manverfertigt dann auch Halbe, Viertel und Achtel nachdiesem Maße. Die dünnen aus grünem Glase sinddie wohlfeilsten; theurer find die gelben und gewöhn-lich noch theurer die dicken, dunkelgrünen, in denender Champagner verschickt wird, daher sie Cham-pagnerflaschen genannt werden. Ganz großegläserne Flaschen, meist kugelförmig und mit kurzemHalse, deren man sich besonders zum Versendenstarker Säuren bedient, nennt man Ballons, eine