Frailkrnstcinrr Leinen
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Frankfurt
fc« Städte in der europäischen und asiatischen Tür- >«t, in denen sich österreichische Postanstalten befinden ;,ferner nach ganz Ostindien (Festland sowohl als In- !mn), China, Australien und Westindien, und nach!Amerika bei der Versendung über England und 1Frankreich, nicht aber über Bremen. Alle übrigen"ben nicht genannten europäischen Staaten stehenmit den Ländern des deutschen Postvereins jetzt inunmittelbarer Abrechnung und es finden daher mitwnen keine Beschränkungen wegen des Frankirensunhr statt. Durch die neuesten sehr verbesserten Ein-slchtungen im deutschen Postwesen ist aber eine Artmdirecten Frankatnrzwanges eingeführt worden, iri-sch für jeden Brief, welcher nnsrankirt abgeschickt^>rd, ein Zuschlag für jede Entsernnng von 1 Sgr.»> 30 Thlr. F. oder 3 Kr. im 52Va Fl. F. rc.
>, Urin gewöhnlichen Porto von dem Empfängerist werden muß. Der Zweck dieser EinrichtungN, das Frankiren der Briefe möglichst allgemeinM.uiachen, um die Berechnungen zwischen denA^îuustalten zu vereinfachen. (Man sehe auch denPost.)
^ »kankensteiner Leine» nennt man die in undm Frankenstein in Schlesien verfertigten Leinen,Eriche nach Art der zu Rouen in Frankreich vorkom-^uUrn Poikos àe ménage gelegt und appretirt sindund deshalb auch unter dem Stamm Rouans (s.d.)urrkauft werden.
Frankenweine ist eine Gattung guter und zumausgezeichneter weißer Weine, die meist imMenjchen Regierungsbezirk Unlerfrankcu an den»lern des Mains und der Saale, zum Theil abernuch in einigen Gegenden von Oberfranken und desvadischen Unterrheinkreises, namentlich bei Wertheim,erbaut werden. Die besten Sorten wachsen in derUmgegend von Würzbnrg und unter diesen zeichnensich der Leistenwein und der Steinwcin ganzbesonders aus, welche zu den edelsten deutschen Wei-gehören. Der Leistenwein wächst auf demsüdlichen Abhänge des Berges, auf dem die Citadelle»°n Würzburg steht und welcher die Leiste genannt„nir ® r besitzt viel Geist, eine angcnehine Blumesin? dm'wefslichen, lieblichen Geschmack und empfiehlth? zugleich durch seine stärkenden Eigenschaften, da-nosff r ^"ivellen den besten und ältesten Rheinweinenani^rgezogeu wird. Der Steinwcin wächstni-^ietn, einem unterhalb Würzbnrg, dicht amch^u Mainnfer gelegenen meist steilen Kalk-bi« bas in der Nahe der Stadt beginnt und sichbei bas Dorf Veitshöchheim erstreckt. Er istbxnL^lchem Alter noch feuriger als der Leistenwein,u, w. aber nicht ganz die feine aromatische Blumedjel°?m? .üblichen Geschmack desselben. Ein Theilbilra ^"'brrge gehört dem Juliushospital in Würz-dem m ber auf demselben erbaute Wein wird unterde,, A^îen Heiligergcistwein verkauft. AnH»r? "bers grenzt eure andere Bergkette, die
bam sogenannt, an welcher derHarfenwein er-ebenfà > und die besten Lagen derselben gebenUnter v et m lt 3 anz vortrefflichen Wein, der auchwird „.F 1 dîamen Heiligergeistwein verkauftweine [Î bv» dem manche Jahrgänge dem Leisten-AZein.^U gleichkommen. Diese seinen Würzburgerin »„„""b besonders der Steinwein, werden meistWarn« geformten Flaschen von der Gestalt einerBork« ^"gedrückten Kugel mit ganz kurzem Halse,senrwo,.M>".^s genannt', verkauft. Ein sehr guterkofch + m auch dcrSchalksbergcr. Fernerlgt mau hier einen Strohwein, der zwar dem
am Oberrhein und im Elsaß verfertigten an Feuernicht gleichkommt, ihn aber durch angenehmen, lieb-lichen Geschmack noch übertrifft. Der Kalmnthoder Kalmus wein, der auf dem fürstlich Löwen-stein-Wertheimischeu Berge Triefenstein, zwischenLengsetd und Homburg am Main, nach Aschafseu-burg zu wächst, ist süß und dem oberungarischenähnlich. — Die übrigen Frankenweine werden meistunter dem Namen Würzburger verkauft, auchnicht selten für Rheinwein, oder sie werden unterdiesen gemischt; der Wert heim er und der Has-locher kommen dem Rheinweine am nächsten undaußer diesen ist besonders der Klingenburger ge-schätzt. Der Mittelpunkt des Handels damit istWürzbnrg; außerdem gibt es jedoch auch in Schwein-furt, Kitzingen, Wertheim, Dettelbach, Marktstefftund an mehreren anderen Orten Weinhandlungen,die sich mit dem Vertriebe desselben beschäftigen.Den meisten kaufen die Frankfurter Weinhändler,die ihn häufig zum Verschneiden der jungen undherben Rheinweine verwenden. Außerdem geht auchviel nach den angrenzenden Landern Kurhessen, Thü-ringen, Sachsen und nach den übrigen TheilenBaierns.
Frankfurt am Main, eine der wichtigsten Han-delsstädte Deutschlands, ist eine sehr alte Stadt.Karl der Große hielt daselbst schon ein Concil ab(794) und unter Ludwig dem Frommen (814—840)wurde hier eine kaiserliche Pfalz, der Saalhof,am Ufer des Mains erbaut, von welchem gegen-wärtig noch eine Kapelle übrig ist. Frankfurt 'warfrüher freie Reichsstadt und zugleich Wahl- undKrönungsstadt des römisch - deutschen Kaisers. Beider Bildung'des Rheinbundes und Auflösung desdeutschen Reichs im Jahre 1806 wurde Frankfurtnebst Hanau, Fulda und Aschaffeuburg zu einemGroßherzogthum Frankfurt unter Karl vonDalberg als Fürsten-Primas des Rheinbundes um-geschafsen, auf dem Wiener Kongresse (1815) aberals freie Reichsstadt anerkannt. Als nach der Ver-treibung der Franzosen Kaiser Franz in Frankfurteingezogen war, wandten sich die Bürger an den-selben mit der Bitte um Wiederherstellung ihrer altenstädtischen Verfassung und sprachen u. a. denWnnschaus: „in der Stadt Frankfurt und deren Gebietekeine Anstellung von Fremden allergerechtest geschehn,sondern zu allen öffentlichen Stellen und Aemternnur eidliche, gutgesinnte und geschickte Frankfurterallergnädigst gelangen zu lassen.'" Dieser Gedankeist charakteristisch, und wenu auch die Neuzeit vieldes Alten beseitigt und am 1. Mai 1864 eine freiereGewerbegesetzgebung an Stelle der alten Zunfrbe-schränkung getreten ist, so blickt doch überall noch diealte Reichsstadt mit ihren Eigenthümlichkeiten durch.Das Gchiet Frankfurts ist l s / 4 □ Meile groß unddie letzte Zählung (3. December 1861) ergab eineGesammtbevölkerung von 87,518, von denen 75,930auf die Stadt selbst und 11,588 auf die Landge-meinden kommen; unter der städtischen Bevölkerungsind die nicht verbürgerten Einwohner überwiegend,indem die Zahl der Bürger 37,696 (hierunter noch907 Frankfurter Staatsbürger, welche nicht in derStadt verbürgert sind), die der Fremde» 38,234 be-trägt. In den Landgemeinden wird stark Ackerbaugetrieben; der Boden ist fruchtbar. Die StadtFrankfurt liegt aus dem rechten Mainufer, dieBorstadt Sachsen Hausen aus dem linken; beidesind durch eine steinerne Brücke von 14 Bogen miteinander verbunden. Die Straßen sind meist nn-
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