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Ueber Uferbefestigungen, Reinigung und Durchstechungen der Flüsse; Wiederbewässerung, Gräbenziehung; Teichnutzung und Verbesserungen; Einebnung und Aushebung über Seen, Mühlenbau, und Misbräuche der Müller, als wichtige Theile der landwirthschaftlichen Wasserbaukunst für Gutsbesitzer, Beamte etc : mit einer Kupfertafel in zwey Abtheilungen und zwanzig Figuren / von Jak. Christi. Wilh. von Scheurl
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sricht angebracht werden können, nachher aber ersterrichtet, viele Mühe und Kosten, auch Arbeit, er«fordern.

Alle Mühlen müssen tut einem Fluß einerleyGefalle und Wasserstand haben ; gefundeneVergrößerung bey Mühlenvisitationen, von Sei-ten der Landesobrigkeit und der dazu Verpflichte-ten, dieser Wehre rc. selbst von Mühlbauverstan-digen gebaut, kan nicht als Verjährung schützen;wenn überall alle 10 Jahre die Visitation derMühlenpfahle und Wehre geschehen, so könnte kei.ne Erhöhung nach und nach in der Stille, wie jetztoft geschieht, entstehen; denn gar häufig würdeman finden, wenn man unvermuthct Mühlenvisi«tationen anstellte, daß Bretlein auf den Fach undWehrbaum genagelt, und das Wehr mit Steinen,Holz, oder vorsetzlich anwachsen lassendes Ge-sträuch höher das Wehr angestemmt wird, ausser

den

Ost wurde in alten Zeiten der Strohm zu sehr zum",Schaden nebenstehender Gebäude verbaut, Manch-mal war die Hineinbauung nicht mit den Wieder« -stand des höchsten Wasserstrohms berechnet, wie dicSfder Fall bey dem ganz verbauten SchwabenmühleAnbau in Nürnberg war, welches zum Schaden de<Pegnijbeet durch Ausfüllung desselben einstürzte; und tda beym neuen Wöhrbau auch Schutt statt Sandjdazu genommen war, beym halben Bau desselben zübermal cinrieß, wodurch ein sehr fleißiger Fischer 'durch plötzlich« Ueberschwemmung, so dadurch imMonar April rgoz entstand, viel Schaden an seinen 1mh daran gelegenen grosen Fischvvrrach hatte-