Buch 
Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
Entstehung
Seite
59
JPEG-Download
 

51 >

Sprache gebracht wird; denn die Engländer haben dadurcheben so wohl zu leiden, als die Fremden und in der Regelsind Jene eben nicht sehr scheu, Uebelstände, die sie selbstberühren, zur Kenntniß deö Publikums zu bringen und derenBeseitigung zu verlangen.

In der Sdip-Iavern schimpften wir, nemlich mein ori-gineller Engländer und meine Wenigkeit weidlich über daseustvm-Ilouzk speziell, und sprachen unser Anathema überDouanen, Mauthen und alle ähnlichen vermaledeieten Erfin-düngen der modernen Zeiten aus, ließen uns indessen durchunsern Zorn über Verkehrsbeschränkung und unsern Enthu-siaSmus für allgemeine Handelsfreiheit den Appetit keineswegsverderben und wir beide richteten an einer vortrefflichenHammelSkeule und einem unvergleichlichen Reek-iNssk piefürchterliche Verwüstungen an und gingen nicht minder um-barmherzig mit den i'»tittos8, Ve^tabl^ und ltio^-s»,<iclin^des M. Su58y um, welcher an unserem gewaltigen Appetiteeine große Freude zu haben schien. Mit einigen Bouteillenckoubl« 8tout und einer halben Flasche vorzüglichen Port-weines, wuschen wir daS substanzielle Mittagessen hinunterund restaurirten unsere durch die Seefahrt noch immer etwasabgespannten Lebensgeister.

Mein vortrefflicher Tischgenosse, der in Folge eines län-gern Aufenthaltes auf dem Festlande für gewisse continentaleGebräuche bereits einige Vorliebe gewonnen und unterwegsüber manche englische Sitte unverholen seinen Tadel gegenmich ausgesprochen hatte, fühlte nach dem ersten auf vater-ländischem Boden eingenommenen Mahle all seinen>n,»i8m, all seine Vaterlandsliebe wiederkehren und in derWärme der wtedererwachten heimischen Gefühle stieß er nach