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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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61
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Die Neuangekommenen benahmen sich in der von ihneneingenommenen Zelle nicht ganz so, wie eS die englischeWirthShauösme erfordert hätte; wir schwatzten zusammenund zwar lauter, als gerade nothwendig, um sich eben zuverstehen; wir lachten sogar mitunter auch und ebenfalls sovernehmlich, daß die Aeußerung unserer Munterkeit nochjenseits unserer box gehört werden konnte; ja wir stießen,wie schon bemerkt, auf deutsche Weise an, daß die Gläserklirrten. Dieses von der englischen Weise so stark abwei-chende Benehmen konnte natürlich nicht fehlen, die Aufmerk-samkeit der anwesenden Gäste auf sich zu ziehen und in derThat mehr alS Einer derselben nahm, ohne daß dieß geradenothwendig gewesen wäre, beim Kommen oder Gehen seinenWeg an unserm Pferche vorbei, um die darin sitzenden undlärmenden ausländischen Wunderthiere für einen Augenblickzu begaffen.

Ich muß eS aufrichtig gestehen, daß in unserem Betrageneine gewisse Absichtlichkeit lag; wir beide kannten die eng-lische Sitte zu gut, als daß eS uns nicht ein Leichtes ge-wesen wäre, unS genau nach derselben zu richten und alSdaß wir nicht mit Bewußtsein gegen sie gesündigt hätten.Aber eS ergötzte uns, das paar Dutzend anwesender beeffteak-verschlingender Citvphilister ein wenig zu chokiren und zugleicher Zeit ihnen das Vergnügen zn verschaffen, die Gen-tilität und hohe Anständigkeit ihrer Sitten mit unsern ge-meinen kontinentalen Manieren zu eontrastiren und in ihnendas behagliche Gefühl der Überlegenheit ihrer feinenCokney.Bildung zu erregen. Ich zweifle nicht, daß wirunsern Zweck vollkommen erreichten und daß des Abendsbeim Thee in mehr als einer 8bop Iroopoi-ü Familie von