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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
Entstehung
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63
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Engländer immer noch keine große Meisterschaft erlangt haben,ist für einen kontinentalen Gaumen genießbar. Und die Zeche,welche Herr Bussy seinen Gästen macht, muß für Englandbillig genannt werden; denn zwei Schillinge täglich für daöZimmer, i!4 Schilling für daö reichliche Frühstück und zweihöchstens drei Schillinge für ein Mittagessen, daö den Magenmehr sättigt und meinem Gaumen wenigstens besser zusagt,als ein Diner im kalsis roz'nl für fünf Franken, das sindPreise, über welche man sich nicht beklagen kann und derenNiedrigkeit manche Schweizerwirthe in Verwunderung setzendürfte.

Da schon mehr als ein Dutzend Jahre verstrichen waren,seit ich London zum letzten Male gesehen hatte, so konnteich trotz meiner mit Seewasser getränkten Kleider der Luftnicht widerstehen, noch am gleichen Abend meiner Ankunfteinen Ausflug in die benachbarten Stadttheile zu machen.Zuerst wurde die neue Londonbrücke besichtigt, welche einegefährliche Nebenbuhlerin der Waterloobrückc geworden ist,waö viel sagen will, da letztere alö die schönste in der Weltund als das großartigste Wasserbaudenkmal Londons gilt.Beide Brücken sind aus mächtigen Granitblöcken zusammen-gefügt, mit den breitesten Seitenpfaden für die Fußgängerversehen und herrliche Straßen dienen ihnen auf beidenSeiten des Stromes als Zugänge. Die schönsten Brückenin Paris sind unbedeutend im Vergleich gegen diese kühnenWasserbauten, deren Ausführung ungeheure Summen geko-stet haben muß. Auf der linken Seite der Themse fand ichanstatt der frühern engen und schmutzigen Gassen die breiteWilli-iMK Street, deren Häuser durch Schönheit und Größemit denen des Westendes wetteifern und auf der rechten