zur Erklärung der geologischen Räthsel/ so lange müssen unsalle GebirgSerhebungen und was damit rnsammcnhängt/ alsZufälligkeiten erscheinen/ die eben so gut hätten ausbleibenkönnen/ als sie eingetreten sind. Zu ermitteln: wie vielHebungskatastrophen Statt gefunden/ und in welcher Zeit-ordnung sie aufeinander gefolgt; zu bestimmen: ob GebirgS-massen einen feurigen oder wäßrigen Ursprung hatten/ ob sieaus Salz- oder Süßwasser niedergeschlagen worden/ nnd fest-zusetzen: welches Gebilde daö ältere/ welches das jüngeresei/ heißt allerdings sehr wichtige Probleme der Geologielöse». Allein/ wenn all dieß auf die befriedigendste Weisegeschehen sein würde/ so wären wir/ wie schon bereits be-merkt/ doch noch weit davon entfernt/ eine nur halb voll-ständige Bildungsgeschichte unsers Erdkörpers zu besitzen undhundert Fragen von der allergrößten Wichtigkeit bliebenimmer noch unbeantwortet.
Es will mir scheinen/ als ob die in der heutigen Geologieherrschende Richtung einen etwas einseitigen Karakter trage.Um das, chemische Material der Gebirgsmassen bekümmertman sich jetzt so ziemlich avenig oder gar nicht; man suchtnach den thierischen Resten/ die darin begraben sind undfindet sich in diesem oder jenem noch unbestimmten Gebildediese oder jene Muschel, karakteristisch für eine bereits be-kannte geologische Ablagerung/ dann begnügt man sich zusagen/ daß beide Massen derselben Formation angehören/mögen sie auch in anderweitigen Beziehungen wie der Tagzur Nacht sich verhalten. So z. B. kann heutigen TageSgeognostische Kreide alles mögliche: Sand u. s. w. seyn.Man muß gestehen/ daß diese Forschungöweise durch einesehr große Einfachheit sich empfiehlt; denn sie entbindet den