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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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292
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Kanals schon seit längerer Zeit zu sein scheinen und wir be-dürfen daher auch noch da des leitenden Gängelbandes, wo dieBriten schon längst ohne Führer mit Sicherheit auf eigenenFüßen zu gehen vermögen. Hoffentlich entwachsen wir aberauch noch mit der Zeit derjenigen Vormundschaft, die biöin das Unbedeutendste hinein unsere Schritte leitet und gän-gelt und welche die Richtungen aufS Genaueste bezeichnet,in denen wir uns zu bewegen und die wir zu vermeidenhaben. Ohne Zweifel wünschen die dermaligen Lenker un-serer Geschicke selbst einen solchen Zustand der Mündigkeitsehnlichst herbei; denn bei dem hohen Standpunkte, den sieunter ihrem Geschlechte einnehmen und bei der Tranücendenzihres Geistes und ihrer Bildung kann ich mir nicht denken,daß ihnen daS jetzige Svstem der Vielregiererei sehr mundetund daß es ihnen ein großes Vergnügen macht, mit denallerunbedeutendsten Localangelegenheiten sich befassen undoft über Dinge in letzter Instanz (z. B. über den Ort, woeine Scheune zu stehen hat) entscheiden zu müssen, welcheeher vor das Forum eines Dorfschulzen und seiner Gemeinde-räthe gehört, als vor dasjenige eines MinisterratheS.

Bald nachdem der Liberalismus sich eine höhere Bil-dungöstätte in der britischen Hauptstadt errichtet hatte, wollteauch die hochkirchliche und Mystische Partei nicht zurück-bleiben und sie stiftete mit bedeutenden Geldmitteln das»king'8 Lollexe,« in mancher Hinsicht dem 1-onäon Uliiver-üitx nachgebildet. Die Gebäulichkeitcn dieser schönen

Anstalt befinden sich beinahe im Mittelpunkte Londons, nem-lich in einem Flügel des an der Themse gelegenen Pallastes,»Somsrsst-Houss« genannt, welcher dem Staate gehört.

Um dem Leser, der sich für gelehrte Schulen interessirt,