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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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315
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ehe das Thier wieder seine kreisförmigen Bewegungen begann.Des rechten Augenblickes nun wahrnehmend, stürzte ich gegendas Wasser und packte den Aal kräftig an Vorder, undHintertheil. Der Schlag, den mir das Thier ertheilte, warvon ganz besonderer Heftigkeit, da eS schon einige Zeit vonseinem Vermögen keinen Gebrauch gemacht hatte; und wiesehr ich mich auch anstrengte, denselben kaltblütig zu ein-pfangen, so scheint eS doch, als ob ich unwillkührlich inmeinen Mienen und Gesten einige Verwunderung ausgedrückthätte; denn meine zuschauenden Freunde brachen in demscl-ben Augenblicke, wo ich mit hastiger Eile meine Hände ausdem Wasser zog, in ein starkes Gelächter auS. Indessenwar die auf meine Wenigkeit hervorgebrachte Wirkung dochweniger stark, als auf den alS Schriftsteller so bekanntenBastl Hall, der, wenige Tage vor mir, den gleichen Versuchanstellend, von dem GnmnotuS so heftig getroffen wurde,daß der Kapitän nach erhaltenem Schlage platt auf denBoden fiel. Wahrscheinlich hat zu diesem Ergebniß dieUeberraschung auch das Ihrige beigetragen; denn keine Ge-fühlSerregung tritt unerwarteter ein, als die durch dieElektricität veranlaßte.

WaS nun die Stärke des von mir empfundenen Schla-geö betrifft, so möchte ich sie derjenigen vergleiche», welcheeine sehr große, bis zum Mapimum geladene Leidncr Flascheoder eine aus etwa 200 Paaren zusammengesetzte hydroelek-trische Säule zu geben im Stande ist. In Uebereinstimmungmit den Beobachtungen Humboldts und Anderer erhielt ichbei der Berührung des Fisches eigentlich nicht nur einenSchlag, sondern mehrere schnell aufeinander folgende Stöße;was beweist, daß der GnmnotuS die Fähigkeit besitzt: ent.