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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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316
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weder den Vorralh seiner elektrischen Kräfte nach Beliebenund in einzelnen Portionen auf die ihn berührenden Gegen,stände zu entladen/ oder denselben innerhalb äußerst kleinerZeitintervalle willkürlich zu erzeugen.

Keiner meiner anwesenden Freunde hatte Lust/ einenSchlag für sich allein zu nehmen; sie vereinigten sich aberin eine Kette/ der Eine die benetzte Hand des Andernfassend. Indem nun die Aeußersten der so verbundenenPersonen mit ihren freien Händen Kopf und Schwanz desZitteraales berührte«/ wurden Alle gleichzeitig von mehrerenSchlägen durchzuckt, welche auch ziemlich stark fühlbar ge-wesen sein müssen/ da meine Freunde im Augenblick derEntladung vom Boden aufhüpften und vernehmliche Lauteder Verwunderung von sich gaben. Ihrer Beschreibung nachkonnte die von ihnen empfundene Erschütterung nicht vielschwächer als die Meinige gewesen sein; auch hatten siedie Lust/ zum zweiten Male den Fisch zu berühren/ ebenso gut verloren/ alö ich selbst.

In einer kleinen auf einem hölzernen Fuße ruhendenGlasglocke waren zwei schmale Goldblättchen in der Weiseaufgehangen/ daß sie noch einen merklichen Raum zwischensich ließen und mit zwei Metallstiften kommunizirten/ die/von einander isolirt/ über die Glasglocke hervorragten.Setzte man nun auf Kopf und Schwanz des Fisches zweikupferne Sattel/ von denen jeder mit einem mehrere Fußlangen Kupferdraht versehen war/ und brachte man diefreien Enden dieser Drähte mit den beiden erwähnten Stiftten in Berührung/ so eonvergirten die Goldblättchen/ brachein Funken zwischen ihnen aus und verbrannte ein Theilderselben unter Entwickelung des bekannten Lichtes.