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Thätigkeit völlig unabhängige Weise, so ließe sich die Will-kürlichkeit, mit welcher der Fisch nicht nur die Entladungenüberhaupt bewerkstelligt, sondern auch deren Stärkegradabändert, wohl kaum begreifen.
Belebte Wesen sehen wir, ohne irgend eine Ausnahme,Wärme in sich erzeugen; einige Thiere besitzen auch dasVermögen, Licht zu entbinden, und man ist geneigt, dieUrsache dieser Erscheinungen in chemischen und physikalischenUmständen zu suchen, unter welchen jene Phänomene auchim Gebiete der leblosen Welt auftreten. Da jeder Orga.nismus eine Werkstätte ist, in welcher Stofföveränderung,chemische Trennungen und Verbindungen ohne Unterlaßstattfinden, so sagt man, daß in diesen Vorgängen auch dieHauptquelle der organischen Wärme liege. Ich bin weitentfernt, chemische und physikalische Thätigkeiten a»S demBereiche der belebte» Natur verbannen und alle in diesemGebiete stattfindenden Erscheinungen einzig nur aus sog»nannten organischen Kräften ableiten zu wollen. Die orga-nische Welt wurzelt so tief in der unorganischen, und beidesind auf eine so innige Weise in einander verschlungen, daßjene ohne diese gar nicht gedacht werden kann. Es würdedaher ein wahres Wunder sein, wenn Kräfte, die eine all-gemeine und durchgreifende Rolle in der unbelebten Naturspielen, einflußlos und ohne Bedeutung im Reiche desOrganischen wären. AuS dieser innigen Verknüpfung scheintmir aber noch keineswegs mit Nothwendigkeit zu folgen,daß die Erscheinungen, welche beiden Gebieten gemeinschaft-lich sind, in allen Fällen auf einerlei Weise veranlaßt wor-den. Wenn also z. B. bei jeder chemischen VerbindungWärme sich erzeugt, und wenn es Thatsache ist, daß in den