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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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Thieren derartige Vorgänge ununterbrochen stattfinden- sogeht hieraus nicht hervor, daß alle thierische Wärme einechemische Quelle habe. Kann doch schon in der unorgani.sehen Natur dieselbe Erscheinung durch die verschiedenartig,sten Umstände hervorgerufen werden. Von dem Lichte undder Elektricität, welche wir in den belebten Wesen auftretensehen, läßt sich das Gleiche sagen.

Wer weiß es nicht, daß eine heftige Gemüthsbewegungaugenblicklich den Kopf glühend machen, ein starker Schrr.cken Frost durch alle Glieder schicken kann, und meinesWissens entsprechen diesen entgegengesetzten Gefühlen auchverschiedene thermomctrische Zustände der ergriffenen Körper-theile. Sollten nun derartige Erscheinungen ihren Grundetwa darin haben, daß die plötzlich gesteigerte oder ge-schwächte Nerventhätigkeit die chemischen Prozesse beschleu.nigt oder verlangsamt? Ich halte dieß nicht für wahr-scheinlich; aber wenn dem selbst auch so wäre, so würdedieser augenblickliche Einfluß von Gemüths- und Nervcn-thätigkeit auf chemische Funktionen und somit auf Wärme,entbindung ausgeübt, nichts desto weniger eine äußerst be-dcutungsvolle Thatsache sein.

An Thieren, welche im lebenden Zustande leuchten, hatman, so viel ich weiß, ebenfalls die Beobachtung gemacht,daß der Grad der Lichtentwickeluug mehr oder weniger vonihrer Willkür abhängt, und daß namentlich auf sie ein-wirkende Reize äußerer und innerer Art einen sehr merk-liehen Einfluß auf daö Leuchtvermögen dieser Geschöpfe auS-üben. Diese Thatsache reiht sich meines ErachtenS an dievorhin besprochenen an, und scheint auch ihrerseits darzu-thun, daß in gegebenen Fällen die Entbindung des Lichtes,