terie und Kraft, Lebendiges und Todtes, Freies und Noth-wendiges; alles dieses steht im engsten Bunde, verläuft ineinander, bedingt sich gegenseitig und quillt aus einemund demselben unendlichen Born. Und wenn uns die Na-tur, dem Raume und der Zeit nach, alö in das Unendlichezersplittert, alS ein zahlloser Haufen unzusammenhängenderEinzclnheiten, als ein bunteö Gemisch des Verschiedenartig-ften erscheint, so ist dieß einzig und allein der argen Be-schränktheit unseres Blickes beizumessen.
Jene größte aller Wahrheiten, obwohl von den Meistennur dunkel geahnt, von Wenigen erkannt und von vielenWeisen sogar alS Unfinn verlacht, ist nichts destowenigervon jeher die Seele aller Namrforschung, die Mutter allergroßen Entdeckungen, der Leitstern Krplerö, Galilei'S, New-tons, HerschelS und aller wahren und ausgezeichneten For-scher gewesen, selbst wenn ste ihnen auch nicht deutlichbewußt gewesen sein sollte. In dem bunten Wechsel derErscheinungen daö Bleibende und Unveränderliche; in derwirr aussehenden Masse von Thatsachen Einklang, Ordnungund Regel zu entdecken; das scheinbar Verschiedene und fremdund feindselig sich einander Gegenüberstehende, als an sichgleich und verwandt zu erkennen; in dem wilden Kampfezerstörender Naturgewalten, wie in dem leisen Spiele lang-sam schaffender Kräfte, Eine Hand und Absteht, Ein Gesetzund Walten zu sehen; kurz die ganze Mannigfaltigkeit derNatur auf Eine Quelle und Ursache zurückzuführen: daswar das Bestreben aller großen Denker, daö hat sich dieheutige Naturforschung alS höchste Aufgabe gestellt, unddiesem erhabene» Ziele sich möglichst zu nähern, darnachwerden auch in der Zukunft alle die Geister ringen, welche