33 «
gehörige Mengen desselben in wasserdichten Säcken undbringe sie mit Hülfe einiger Taucher an geeignete Orte desauf dem Meeresgrunde ruhenden Schiffes. Diese Vorschriftkann allerdings ziemlich leicht ausgeführt werden. Aberwie das Pulver in der Meerestiefc entzünden, wie dieß be.werkstelligen, ohne das Leben der Taucher zu gefährden?Denn wenn auch eine Vorrichtung erdacht werden könnte,die es dem Taucher möglich machte, den Pulvcrsack unterdem Wasser loszubrennen, so würde man aus leicht begreif,liehen Gründen hievon keinen Gebrauch machen können.
Die Physiker haben Rath geschafft und was zu erreichenals Unmöglichkeit erschien, ist jetzt zu einem wahren Spiel-werk geworden. Mit Hülfe eines Volta'schen Stromes ent-zündet man nun Pulver, das der tiefe Ozean bedeckt, ebenso leicht, als dasjenige, das auf der Zündpfanne einer Flinteliegt, ohne daß dabei die Ansieller des Versuchs die geringsteGefahr laufen.
Zwei mit Firniß überzogene Knpferdrähte reichen von,Boote, das überhalb des versunkenen Schiffes steht, biszum versenkten Pulvcrsack hinab, treten hier in diesen einund sind in dessen Mitte etwa durch einen dünnen Platin-draht untereinander verbunden. Setzt man nun die beidenüber die Meeresfläche hervorragenden Enden besagter Kupfer,drähte mit den Polen einer kräftigen Volta'schen Säule inVerbindung, so wird in Folge des durch die Vorrichtunggehenden elektrischen Stromes das im Pulversack befindlichePlatin augenblicklich glühend und hiedurch natürlich auchsofort das Pulver entzündet.
Diese eben so einfache als sinnreiche Art, untergegangeneSchiffe zu zertrümmern, welche jetzt häufig und mit dem