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um in London ihren Wohnsitz aufzuschlagen. Hier erneuertensich die Zusammenkünfte wieder und wurden regelmäßig fort-gesetzt/ bis der Tod Cromwell'ö Störungen in die friedlichenBeschäftigungen deS VereineS brachte. Nach der Thronbe-steigung Karls des Zweiten fanden sich jedoch durch dieBemühungen eines Deutschen, NamcnS Haak, die altenMitglieder wieder zusammen und verpflichteten sich, jährlicheine gewisse Summe zur Deckung der für natnrwissenschaft-liche Versuche nothwendigen Ausgaben beizutragen.
Der wiedereingesetzte König bemüht, die verschiedenenParteien und Klassen seines Landes für sich zu gewinne»,erbot sich, den in Rede stehenden Nalurforscherverein unterseinen ganz besondern Schutz zu nehmen. Den Mitgliedernwar daS fürstliche Anerbieten nicht unwillkommen; sie nah-men dasselbe an, was zur Folge hatte, daß schon im Jahre1663 der Gesellschaft ein königlicher StiftungSbrief zu Theilwurde, welcher ihr den offiziellen Namen: »ko^al
ok I.OIIÜON kor improviuA Natur»! ünovlkügo« gab.
Von nun an erhielt der Verein von allen Seiten herBeweise der größten Theilnahme und selbst die Höflingebeeifertcn sich, dem Institute ihr Interesse zu bezeugen.Anfänglich diente ein ziemlich untergeordnetes HauS inLleet-Slreet zum Versammlungsorte der Gesellschaft; sobaldaber daS damals im Bau begriffene »Somersslliouss« vollendetwar, wies der königliche Gönner ihr eine Reihe geräumigerZimmer in diesem Pallasie an, wo sie nun auch seither ihreSitzungen hält.
Karl der Zweite war ein Liebhaber der Mechanik undhatte ein besonderes Vergnügen, bei Anstellung physikalischerVersuche gegenwärtig zu sein, weßhalb er auch selten eine