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Thierchen, wie in dem größten menschlichen Genie, in denSchöpfungen der Kunst, wie in den Erzeugnissen der Wissen-schüft; so fühlte ich den Bedürfnissen meines Gemüthes denquäkerischen Gottesdienst bei weitem mehr angemessen, alSdie kirchlichen Formen irgend eines anderen Bekenntnisses,und mehr namentlich alö diejenigen eines Kultus, der ausbesondere Geistigkeit und Einfachheit Anspruch macht.
Unter die schönen dem katholischen Ritus entnommenengotteödienstlichen Gebräuche der englischen Kirche gehörtnach meinem Urtheile das sogenannte »OismtinA«, d. h. dasAbsingen des KathedralgotteSdienstes ftatliestrsl 8crviev),welcher, wenn ich mich noch recht erinnere, aus biblischenAbschnitten, Littaneien und Kirchengebeten besteht. DieMusik, in welcher der »Service« gesungen wird, stammtwohl theilweise noch aus den ältesten Zeiten der katho-lischen Kirche her und schien mir häufig den Karakter desGesanges zu haben, den wir bisweilen in den Messen zuhören bekommen. Auch werden nicht selten sogenannte An-theme neuerer Meister gesungen, wie z. B. diejenigen vonHändel. Die Kirchensänger sitzen auf erhöhten, an denWänden herumlaufenden Stühlen lswils), vor deren jedemein Pult steht, auf welchem ein riesenhafter in Perga-ment gebundener Foliant liegt, den in großen Buchstabengedruckten Kathedraldienst enthaltend. Die Choristen sindtheils jüngere Knaben, theils erwachsene Personen, allemusikalisch gebildet und der Mehrzahl nach durch schöneStimmen ausgezeichnet. Sämmtliche Sänger tragen wäh-rend ihrer Verrichtungen ein weißes volles Kirchengewand,ganz ähnlich den weißen Chorhemden katholischer Priester;was sie äußerst gut kleidet und ganz im Einklang mit ihrem