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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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Hierarchie, ähnlich der englischen, gründen wollen; dennein derartiges Institut dürfte kaum in den Bedürfnissen undWünschen unseres Vaterlandes liegen. Handelt es sich abernur um die Einführung schöner und belebender Elementein die starren kalten Formen deö reformirten Kultus undnimmt man Einiges aus der anglikanischen Kirche in dieUnsrige herüber, dann dürfte vielleicht das Unternehmen einzeitgemäßes genannt werden und dessen Ausführung wenigWiderstand finden.

Da in der Wirklichkeit die verschiedensten Dinge nebeneinander bestehen, so darf auch ein Reisebericht die bunteMannigfaltigkeit deö Lebens nachahmen und von dieser FreiheitGebrauch machend, will ich jetzt ein Paar Worte über daöTheater sagen. Wie sehr mich auch das englische Dramainteresstrt und wie groß die Lust war, während meinesAufenthaltes in London möglichst häufig in daö Schauspielzu gehen, so war eS mir ZeitmangelShalbcr doch nicht mög.lich, mehr alö einmal dasselbe zu besuchen.

Es fügte sich, daß vrur^ I.an6, jetzt unter der Leitungder wohl bekannten MrS. VestriS stehend, seine Bühne mitdem Shakespear'schen »k.»ve's loliour's Io8t« eröffnete, wel-ches zu sehen ich nicht versäumte.

Ich bin ein großer Verehrer des britischen Barden undich halte ihn in mehr als einer Beziehung für unerreichbar;aber so weit geht meine Bewunderung doch nicht, daß ich»ach dem Beispiele einiger unserer Landsleute Alles vortreff-lich und bedeutungsvoll finde, was aus dessen Feder ge-fiossen; daß ich in offenbaren Abgeschmacktheiten und albernenWortspielen noch Sinn, Witz und Schönheit entdecke. Obmir nun gleich die vorhin erwähnte Jugendarbeit Shakespear's