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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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405
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anstatt menschlicher Hände gebraucht wird. Das Hin- undHerschaffen des MalzeS/ daS Reinigen und Schroten diesesMateriales, daS Umrühren der Maische/ das Heben derWürze in das Kühlgeschirr/ das Füllen der GährnngZbottichcmit der zur Gährung vorbereiteten Flüssigkeit/ daö Ablassendes fertigen Bieres in die Vorrathsfässer und vieles anderemehr besorgt eine einzige Dampfmaschine mit bewunderns-würdiger Genauigkeit und mit der größten Stille. Und trittirgendwo eine Störung in ihrem Geschäftsgänge ei»/ so zeigtsie dieß selbst durch das Läuten einer Alarmglocke an undruft hiedurch menschliche Intelligenz zur Abhülfe des einge-tretene» Uebelstandes herbei.

Ob nun gleich der größere Theil des BraugeschäftcS durchDampf vollbracht wird/ so sind dennoch dreihundert Menschenin der Brauerei thätig/ um diejenigen Arbeiten zu vcrrich-teil/ welche keine Maschine auszuführen im Stande ist.

Manche dieser Leute sind sehr gut bezahlt; so z. B. er-hält Derjenige/ den man in Deutschland vielleicht Obcrbrau-knecht nennen würde/ einen Jahrgehalt von ioov—1200 Pfd.Sterl.; also 12—i 4 ooo Gulden, mithin einc Summe größer,als der Gehalt von mehr als einem deutschen Minister. Frei-lich ist der Mann, der diese Stelle bekleidet/ etwas mehrals ein bairischer Brauknecht; er muß bis auf einen gewissenGrad eine wissenschaftliche Bildung genossen haben/ nament-lich die Grundsätze der Chemie und Phusik kennen und auchmit der Mechanik mehr oder weniger vertraut sein. Verstehtsich von selbst/ daß diesem Heall-drevee das wichtigste Ge-schäft einer Brauerei/ die Leitung der Gährung nemlich,speziell anvertraut ist.

Da ein großer Theil des Bieres in London verbraucht