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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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416
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mich nicht, so wurde Brünel, der bekanntlich auS Frankreichstammt, vor einiger Zeit vom Parlamente naturalifirt undvom verstorbenen Könige zur Würde eines BaronetS oderRitters ikmxlly erhoben, Auszeichnungen, die ihm Niemandmißgönnte und die er in vollem Maaße verdient hat.

An einige Vorsteher der Londoner Münze von besterHand empfohlen, benützte ich einen Vormittag, diese groß-artige Anstalt zu besuchen und von der wichtigen Kunst dcSGeldmachenö Einsicht zu nehmen. ES ist eine wahre Freudezu sehen, mit welcher Ordnung, Pünktlichkeit und Schnellig-keit dieses Geschäft hier getrieben wird. Eine Dampf-maschine verrichtet den größten Theil der mechanischen Ar-beiten, weßhalb auch im Verhältniß zur Größe der Anstaltnur wenige Menschen in derselben angestellt sind und fürmanche Geschäfte selbst Knaben gebraucht werden. So z. B.haben diese die noch glatten Silber- und Goldscheiben unterden Stempel zu bringen und die ausgeprägten Stücke weg-zunehmen. Die Geschwindigkeit, mit welcher das Prägenselbst bewerkstelliget wird, kann man aus dem Umstände ab-nehmen, daß ein einziger Stempel in dem Laufe einer Minutestebenzig Gold- oder Silbcrstücke, also in zwölf Stundenüber fünfzig tausend fertig macht. Da es nun eine Anzahlsolcher Vorrichtungen gibt, so sieht man, daß wenn sie allein Thätigkeit gesetzt werden, die Londoner Münze in kurzerZeit ungeheure Summen auszuprägen im Stande ist.

Bekanntlich genießen die Engländer das Recht, aufeigene Rechnung von der StaatSmünze sich Geld prägen zulassen. Hat z. B. Jemand eine beträchtliche QuantitätBarrengoldes und wünscht er, dasselbe in Geld umgewandeltzu sehen, so schickt er sein Metall in die königliche Münze