Schiffe bis zur Zeit ihrer Auüladung auf dem Flusse liegenbleibe»/ und trotz der auf der Themse geübten polizeilichenAufsicht konnten häufige und beträchtliche Waarcndiebstähleauf den Kauffahrern doch nicht verhindert werden.
Die Menge der in den »store-llous««« der Schiffsbeckenaufgespeicherten Waaren der verschiedensten Art ist ganzungeheuer und liefert den sprechendsten Beweis von demunermeßlichen Reichthume der Londoner Kaufleute. Mansieht daselbst z. B. Zuckermassen/ mit denen ganze Seenversüßt werden könnten und Kaffcevorräthe/ von denen manglauben sollte, daß ganz Europa für Jahre lang darangenug haben dürfte.
Aber nicht nur überhalb der Erde finden sich die viel-artigsten Erzeugnisse fremder Welttheile aufgehäuft; auchunter derselben trifft man die vortrefflichsten Dinge in größtemUeberfluffe an. Die Keller der Docks find wahre Labyrinthe,aus denen ein Fremder seinen Weg nimmer ohne einenFührer herauszufinden vermöchte und in welchen tausendund tausend Fässer der kräftigsten und vortrefflichsten Weinedes südlichen Europa's, namentlich Portugals und Spaniens,herumliegen. Der Besucher dieser reichen Keller nehme sichaber in Acht, nicht mehr zu thun, als nur zu nippen anden mannigfaltigen ihm angebotenen Weinsorten; sonst istfür ihn zu befürchten, daß nach vollendeter Kellerschau ernoch lebhafter hallucinire, als dieß einst Hauff im BremerRathskeller gethan.
Ich habe die Stärke der in den Fässern der LondonerDocks hausenden Geister zwar nicht an mir selbst erfahren,denn ich hütete mich wohl, sie von mir Besitz ergreifen zulassen; ich bin aber Zeuge von der Macht gewesen, die sie