und er in seinem Keller, anstatt vorzüglichen lluek'«, densauersten und btumeärmsten Wein hatte, von welchem dieFlasche mit 8ix,,k»v6 schon überzahlt gewesen wäre. Der-gleichen Betrügereien mit Rheinweinen sollen häufig Stattfinden und dieselben nicht allein den Weinhändlern vonLondon zur Last fallen, sondern schon diesseits deö Wassersverübt werden.
Da ein Country Gentleman besser über die Weine Por-tugalS als diejenigen deS Rheingaues urtheilen kann, so istes unschwer, demselben sauren Moselwein unter der Firma„Iohaiiniöbergcr erster Qualität" für schweres Geld anzu-hängen. Hat er aber für die Flasche solchen Krätzerö denvierfachen Werth des besten Portweines bezahlt, wer willihm verübeln, wenn er trotz des Zeugnisses seiner Zunge undseines MagcuS glaubt, den duftigsten und feinsten Neccar zuschlürfen. WaS meinen vortrefflichen Wirth betrifft, soschenkte ich ihm über seinen »siipm-io,- Hook« keinen ganzklaren Wein ein, weil ihn dieß der lobenden Einleitungwegen stark hätte kränken müssen; ich verhehlte indessendie Wahrheit doch nicht gänzlich und gab ihm zu verstehen,daß er wohl thun würde, wenn er bei künftigen Rheinwein-einkäufen sich des Rathes von Kennern bediente.
In der Nachbarschaft der Docks hat man alle Gelegen-heil, mit einer Bevölkerung Bekanntschaft zu machen, welchevon derjenigen des »>Vs8t-L»il durch Lebensweise und Sittenkaum weniger abweicht, als dieß die Bewohner verschiedenerWeltthcile thun können. Dort der größte Reichthum, derübertriebenste Luxus, die vollendetste Eleganz, die feinsteSitte; hier Dürftigkeit, ja bittere Armuth, Schmutz undRohheit. ES sind mir in dem bezeichneten Stadtviertel