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umherwanderre/ konnte sicher sein/ irgend wo auf einen»linv« zu stoßen. Das Boxen z. B. wurde auf offenemMarkte/ in den besuchtesten Straßen getrieben und ich saheS einmal in kli^K Unlborn, bekanntlich eine der größtenDurchfahrten der Hauptstadt/ selbst mit a»/ wie zwei Kerle/die hintereinander gerathen waren/ ihre Röcke mitten inder Straße abzogen/ um einen Faustkampf zu beginnen.Der Auftritt/ wie gewöhnlich sonst auch eine Boxerci inLondon sein mochte/ verfehlte nicht/ sofort eine große ZahlSchaulustiger herbei zu ziehen und nach wenigen Minutenwar in der That der Haufen so dicht geworden/ daß wederMenschen noch Wagen weiter sich bewegen konnten. Allesmußte stille stehen/ bis der Streit nach den Regeln der Kunstgeschlichtet war und als Zeichen hievon die Hüte der Mengein die Höhe flogen.
Ging man des Abends irgendwo in der Stadt über dieStraße/ so wurde man von Nachtwandlerinnen auf die un-angenehmste Art behelligt und gewöhnlich mit der größtenZudringlichkeit verfolgt. Diese und ähnliche Dinge kommenjetzt verhältnißmäßig sehr selten vor; denn die zahlreich beiTag und bei Nacht in allen Straßen aufgestellten Polizei-diener sind nun durch das Gesetz ermächtigt/ sofort Jedenfestzunehmen/ der auf irgend eine Weise die öffentliche Ord-nung stört oder die gute Sitte verletzt/ ohne hicfür einenobrigkeitlichen Verhaftsbefehl nöthig zu haben.
Durch die neue Parlamentsbill ist überhaupt die Machtder Londoner Polizei ganz außerordentlich vermehrt undhundert Dinge/ die früher nicht ausdrücklich verboten/ alsoerlaubt waren/ für gesetzwidrig und bestrafbar erklärt wor-den. Deßhalb wurde auch das fragliche Pvlizeigesetz an-