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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
Entstehung
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430
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ich doch jetzt aufhören/ von der britischen Hauptstadt zureden/ weil sonst mein Büchlein zur Dickleibigkeit anwachsenwürde/ waS nun einmal nicht geschehen soll. Vielleicht be.gegnet aber der Verfasser früher oder später dem geneigtenLeser wieder und findet dann eine schickliche Gelegenheit,demselben noch das Eine und da6 Andere aus dem kleinenjenseits des Wassers gesammelten Schatze seiner Erfahrungenzum Besten zu geben. Jetzt soll noch etwas umständlicheiniger Ausflüge gedacht werden, die ich nach mehrerenmerkwürdigen Punkten der Nachbarschaft von London zumachen mich veranlaßt fand.

Welcher Freund der Himmelökunde hat nicht schon denNamen »8lougK« gelesen oder nennen gehört, ohne in sichdie Luft zu empfinden, den Orr zu sehen, wo die neuereAstronomie so glänzende Triumphe gefeiert hat. Da derselbeLondon so nahe liegt, so wäre eS von meiner Seite unver-zeihlich gewesen, wenn ich von ihm aus nicht eine Wallfahrtin dieses Dörfchen unternommen hätte, um so mehr, alSmir die Ehre zu Theil wurde, von dem berühmten Sohnedes größten HimmelSforscherS, den daö vorige Jahrhunderthervorgebracht hat, aus das Freundlichste dahin eingeladenzu werden.

Obgleich Slough etwa zwanzig englische Meilen von derHauptstadt entfernt liegt, so ist dieser Ort jetzt so zu sagenein Theil derselben geworden, durch den Ui^ot >Vs«ik>rii(Eisenbahn) nemlich, welcher seit einiger Zeit die britischeMetropole mit Bristol verbindet und der unmittelbar anSlough vorüber führt. Von Herschelö' für sechs Uhr AbendSzu Tische gebeten, konnte ich den größten Theil deS TageS,für welchen die Einladung galt, noch in London zubringen,