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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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ganz eigenen Gefühlen die Wohnung 'betrat, welche vieleJahre hindurch einen der außerordentlichsten Menschen zumBewohner hatte, in welcher die herrlichsten Entdeckungenin den fernsten Regionen dc6 Himmels gemacht wurden undin welcher noch ein Mann lebte, der nicht nur den glänzen,den Namen, sondern auch den tiefen und großartigen wisse»,schaftlichcir Geist und die ganze Liebenswürdigkeit und dasbescheidene Wesen seines erlauchten Vaters ererbte.

Sehr anspruchslos und einfach, das heißt ganz so, wieeS für einen Pfleger der Wissenschaft paßt, ist daS Herschel'.sehe Wohnhaus, und dasselbe hat keinen größer» Umfang,als der ist, den eine etwas geräumige Cottagc zeigt. Ei»Nebengebäude enthält daö Arbeitszimmer des EigenthümerSnebst den Räumen, in welchen die astronomischen, Physik«,lischcn und chemischen Werkzeuge aufgestellt sind und einmäßig großer Rasenplatz mit Buschwerk und einem kleinenBlumengarten schließt sich an die Hintere Seite der Woh.nung au. Zur Zeit meines Besuches lag der gewaltige einerRiesenkanone gleichende Vierzigsüßcr in der Mitte des Gar.tcnS in wagrechlcr Stellung und stand noch die Vorrichtung,vermittelst welcher daS Instrument früher gehandhabt wurde,aufrecht da. Versteht sich von selbst, daß ich das optischeWunderwerk nicht »»betrachtet, das mächtige Pyramiden,förmig und aus Holz verfertigte Gestell, daS zu seiner Zeitals Stativ diente, nicht unbestiegen ließ. Aber so stark hatteschon der Zahn der Zeit daran genagt, daß Hcrschel's, michauf der Spitze desselben stehen sahen, mir ängstlich warnendzuriefen, ich möchte Herabsteigen, weil das mürb gewordeneHolzwerk jeden Augenblick zusammenstürzen könnte. Bekannt,lieh ist seither das ungeheure Fernrohr, das so oft Himmel.

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