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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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439
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in den chemischen Erscheinungen entgegentreten/ zuwendet.ES sind, wenn man sich des Ausdruckes bedienen darf, Aftro-nomie und Chemie polare Wissenschaften; sie stehen, wenig-stens in Betreff der von ihnen behandelten Stoffe, imeigentlichen Sinne des Wortes himmelweit auseinander.So Verschiedenartiges mit gleicher Liebe, mit gleichem In-Messe zu umfassen, auf beiden Gebieten sich auszuzeichnen,ist das Vorrecht einer nur kleinen Anzahl bevorzugter Geister.

Mein Aufenthalt in Slough, schon hinreichend genußreichdurch den Umgang, den ich mit meinem ausgezeichnetenWirthe hatte und durch die großen Erinnerungen, welchesich an dieses Dörfchen knüpfen, wurde eS noch mehr durchdie dort anwesenden Mitgäste, von welchen ich nur denkenntniß- und geistreichen Verfasser der Geschichte derNaturwissenschaften und den gewandten Uebersehcr vonGöthc's „Hermann und Dorothea" nenne, Herrn Whewellaus Cambridge.

Da »Lton 6c>»6K6« nur eine englische Meile von Sloughentfernt liegt, so versäumte ich natürlich nicht, diese be-rühmte Schule zu besuchen, um so weniger, als ich von demeben so freundlichen als gelehrten Vorsteher derselbe»,Un. Hawtrcu, den ich in Herschel's Hause kennen zu lerne»so glücklich war, mich auf die zuvorkommendste Weise dahineingeladen hatte.

Die genannte Anstalt wurde im Jahre 1441 von Eduarddem Sechsten gegründet und war ursprünglich für die Erziehungvon nur siebcnzig Knaben bestimmt. Seit ihrem Bestehenhat sie sich immer in einem blühenden Zustand befunden undist von den Söhnen der vornehmsten Familien des britischenReiches besucht worden.