Die Zahl der dasigen Schüler beträgt drei biö vierhun-dert/ von denen nur der kleinere Theil in dem »College«wohnt, die Mehrzahl dagegen in Privathäusern deS Städt-chens Eton untergebracht ist. Erstere tragen, wie ihre Leh-rer, talarartige Mäntel, während die in der Stadt woh-nenden Schüler nach der allgemeinen Landessitte gekleidetsind. Griechisch, Lateinisch nnd Mathematik machen auchhier die Hauptgegenstände des Unterrichtes aus; es werdenaber doch auch Geschichte, neuere Sprachen und sogar dasDeutsche getrieben, wie mich vr. Hawtrcy versicherte, derselbst ein vortrefflicher »Oeimrm Sellolar« ist.
Die Knaben treten schon in frühem Alter in die Schuleein und verbleiben daselbst, bis sie zur Universität abgehen.Die Kirche des »Kollege« ist ein stattliches gothisches Bau-werk, ähnlich derjenigen von Xing's College in Cambridge,wie überhaupt alle zur Anstalt gehörigen Gebäude durch einehrwürdig alterthümlichcs Aussehen sich auszeichnen.
Ganz besonders gefielen mir auch die Plätze, welche fürdie Spiele und körperlichen Uebungen der Schuljugend be-stimmt sind. Lang gestreckte Rasen vom frischesten Grün unddurch uralte und riesenhafte Eichen und Linden beschattetziehen sich um die klosterähnlichen Gebäude herum und ge-währen den lebensfrohen und bewegungslustigen Knaben denausgedehntesten und erwünschtesten Raum für die Ausführungaller Arten von Spielen, vor allem für das in England sobeliebte »Ciieket.« Es tummelte sich eben eine Schaarvon mehreren hundert »Lton bo^8« groß und klein auf denherrlichen Matten und unter den Eichenhainen herum, alsich aus dem Hofe des College trat und ich blieb eine volleStunde stehen, zusehend: wie die künftigen Seehelden,