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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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449
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gesäßen, t» denen am königlichen Mahle kredenzt werde u. s. w.«nd behauptete/ daß eine ähnliche Pracht und Herrlichkeitnirgends in der Welt zu schauen sei. Mit wahrhafter Be-geisterung aber ließ sich mein Ciceroni/ welcher wahrschein-lich schon unter Georg dem Vierten Hofdienste verrichtethatte/ über die Leckerbissen der königlichen Tafel, über diemannigfaltigen, seinen und seltenen Weine, wie auch überdie köstlichen Früchte aus, welche den Gästen der Majestätvorgesetzt werden. Man fühlte eS dem Redner an, daß cSihm mit seinen Lobsprüchen ernst, daß er von seinem Gegen-stand tief ergriffen war; hätte derselbe übrigens den Mundauch nicht aufgethan, so würde schon sein wohlgenährtesabgerundetes Aussehen, sein hochrorheS VollmondsgesichtlauteS Zeugniß abgelegt haben von dem lebendigen Inter-esse, das unser Mann an allen Dingen nahm, die sich aufdie große Angelegenheit dcö Essens und Trinkens beziehen.

Georg der Vierte war bekanntlich der erste Gentlemanseines Reiches oder galt wenigstens als solcher; eine Aus-zeichnung, die ihn natürlich nicht verhindern konnte, auchder erste Adept der epikuräischen Weisheit zu sein und denSinnengenuß zur Hauptsache seines Lebens zu machen. Beidem hübschen jährlichen Einkommen von einer Million Pfd.Sterl. und dem großen Ueberfinß an freier Zeit, dessen sichder königliche Lebemann erfreute, was war natürlicher, alsdaß derselbe die erste Küche in Europa hielt, seinen gutenFreunden die beßtcn lliimer« gab und sich einen Eßsaalbauen ließ, der seines Gleichen nicht mehr in der Welthaben soll.

In^ einem der königlichen Gemächer traf ich auch eineSammlung von mannigfaltigen Waffen an, die als Trophäen

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