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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
Entstehung
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458
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bestreut/ die Pewter Kannen standen am gewohnten Orte/glänzten wie ehemals und der Porter schmeckte noch eben sovortrefflich/ wie vor dreizehn Jahren; auch war es noch deralte/ kurze/ dicke Wirth von rosenfarbenem Gesichte undgemessener Höflichkeit/ der mir das Bier kredenzte. Langsamschlürfte ich das erfrischende Getränk ein/ behaglich bliesich/ innerlich vergnügt über das unverändert Gebliebene/meine Havannah-Cigarre in Dampf und Rauch auf undnur ungern verließ ich die trauliche Stube. In der gemüth.lichften Stimmung jedoch ergriff ich nach ständigem Rastenmeinen Stab und wanderte hinab in das stille Dörfchen/meine Augen abwechselnd nach vornen und hinten/ nachLinks und nach Rechts richtend/ damit ja dem Blicke keinalter Bekannter entgehe.

Endlich war das Ziel meines Weges erreicht und zumeiner Freude hatte ich auch um und in H.keine Ver-

änderungen zu bemerken. Noch guckte daö spitze Thürmchcndes uralten gothischen Kirchleins/ wie sonst/ aus einem Lin-denhain hervor; noch standen die friedlichen/ Ruhe athmen-den 6ott»F68 von Immergrün/ Buschwerk und Rasen umgebenin unveränderter Gestalt da; noch weideten auf den mitWeißdorn umgrenzten Matten in aller Behaglichkeit bunt-scheckige Heerden von Rindern und Kühen; noch umgabenSykomore die gastliche Wohnung der Freunde. An der mirso wohl bekannten Thüre angekommen/ zog ich mit freudigpochendem Herzen die Glocke/ und auch sie tönte noch nachalter Weise. Eine zierlich gekleidete Dienerin öffnete dieThüre. Ist Mrs P .... zu Hause? war meine erste Frage.MrS P ....? erwiederte das Mädchen/ den Namen in lang-sam fragenden Tone aussprechend und mich mit Verwunderung