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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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459
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ansehend; MrS P.. bemerkte sie dann, ist schon lange

todt. Ich werde vielleicht Miß C. treffen, fragte ich

nach einigen Augenblicken weiter. Es thut mir leid, Ihnensagen zu müssen, daß auch sie vor einigen Jahren gestorbenist, war die betrübende Antwort. Wie plötzlich verändertendiese Trauerbotschaften meine heitere Stimmung. Noch warallerdings ein Glied der Familie übrig geblieben, ich mußte

aber auch von Miß C. vernehmen, daß sie so leidend

sei, um mich kaum mehr empfangen zu können. Indem ichbat, meinen Namen ihr zu nennen, wurde ich in den Par-lour eingeführt, wo ich mit den Hingeschiedenen einst soschöne Stunden verbrachte. Das Zimmer hatte nicht diemindeste Veränderung erlitten, dieselben Kupferstiche hingennoch an den Wänden herum, auch die Mineraliensammlung,die ich so oft und mit so vielem Vergnügen angesehen hatte,stand an ihrem alten Platze. Aber das Theuerste fehlte, dieFreunde waren an den Ort gegangen, von wo Niemandwiederkehrt, der freundliche Ton ihrer Stimme war fürimmer verhallt. Wer würde unter solchen Umständen nichtweich gestimmt, wer nicht herben Schmerz empfunden haben?Ich war in düstere Betrachtungen versunken, als die Thüresich öffnete und diejenige Person eintrat, welche der uner-bittliche Tod noch verschont hatte.

Man kann sich denken, von welcher Art das Wiedersehen,unsere Unterhaltung, der Abschied war. Ich verließ dasftillgewordene HauS unter wehmüthigen Empfindungen, pil-gerte gedankenvoll durch einen einsamen Thalgrund hinübernach Edgware und richtete von da aus meine Schritte hinaufnach den reizenden Höhen von St.

Die Sonne vergoldete eben den westlichen Himmel Eng.