Band 
Zweiter Band.
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lsrseli, Ouriosities ok l^iterslurs.

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während dieser durchaus als die Seele der ganzen Unternehmung her-vorgehoben ist. Tasso hat durch sein Gedicht auch beigetragen, die-sen Irrthum, wenn eS einer ist, bei uns zu verewigen. Der Grafvon St. Gallen hat unter uns weder einen Geschichtschreiber, nocheinen Dichter gesunden, und so ist er untergegangen, illscrimadilimorto, caiet guia vale 8scro. Und mit wie vielen andern mag eSnicht besser gegangen seyn. Sie hatten die Arbeit et lulil alter !ig-nores. Die Dichter sind überhaupt gefährliche Leute, vor denen mansich nur immer ein wenig in Acht nehmen sollte, wenn von Wahrheitund Nachruhm die Rede ist. Dido, die Königin von Carthogo, er-scheint unS als eine verliebte Närrin, während sie vielleicht eine sehrbrave Frau war, bloß weil eS Virgil beliebte, sie lächerlich zumachen. Und umgekehrt, Penelope, die wahrscheinlich ein lieder-liches Weib gewesen ist, wird setzt als eine schuldlose, über ihr un-verdientes Unglück wehklagende Matrone gepriesen, weil Homer sieso zu schildern für gut gefunden hat. So setzen sich die Ideen festin den Köpfen der Menschen, und spuken dann ungehindert Jahr-tausende fort. UebrigenS wollen wir von den Dichtern nicht ver-langen, daß sie Geschichtschreiber, wahrhaftige Geschichtschreiber seyen,aber von den letzter» dürfen wir dafür fordern, daß sie uns keineDichtungen für Geschichte verkaufen. Aber guter Himmel, wie oftmag wohl diese Forderung, so gerecht sie auch seyn mag, in derThat befriedigt worden seyn. — Die griechischen Historiker spreche»nur mit Verachtung von dem zahllosen Heere der Perser, die vonkleinen Häufchen griechischer Soldaten wie eine Heerde Schafe zerstreutworden sind. WaS mag der Zufall, Unglück, die Elemente zu diesenberühmten Siegen mit beigetragen haben. Wenn wir die Geschicht-schreiber der Perser hätten, wir würden ohne Zweifel diese Wunder-thaten der Griechen mit ganz anderen Augen betrachten, und die vonihnen selbst so hoch gerühmten Siege etwas verkleinert sehen. Nichtminder verächtlich spricht der große Cäsar in der von ihm selbstverfaßten Beschreibung sener Feldzüge von den Caledoniern, den altenBewohnern Britanniens, und, wie alles muthmaßen läßt, sehr mitUnrecht. Diese Wilden, wie er sie nennt, gaben ihm, dem Zahmen,' gar viel zu schaffen, und er erwähnt auch nicht einer einzigen Nieder-lage seiner Truppen, obschon er deren mehrere erlitten hat. Nochparteiischer verfuhren die gcsammten römischen Geschichtschreiber mitden Carthaginiensern, weil sie fene.tödtlich haßten, nachdem sie sie-vorher wacker zu fürchten Ursache gehabt hatten. Nach diesen Römern^ Littrow u. 14