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Zweiter Band.
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Werken Capnr'o, von dem griechischen Worte ««dos, der Rauch.Und der gelehrteste Freund dieser beiden Männer hieß Schwarz erd,was er auf den Titeln seiner Werke mit Melanchton übersetzte.Eben so verfuhr der berühmte italienische Dichter Mctastasio, derursprünglich Trapasso hieß, und stch auf den Rath des gelehrtenGravina jenen ersten, besser tönenden Namen gab. — Die Altenerzählten von Virgil, daß er in seiner Jugend ein vaterländischesGedicht, von den Helden der alten Römer verfertigen wollte, aberan der Ausführung bloß durch die «»poetischen Namen DeciuS MuS,l VibiuS Cauder u. f. gehindert wurde. Dasselbe widerfuhr einemenglischen Dichter, der die Entdeckungen des großen WeltumseglerSDrake in einem epischen Gedichte besingen wollte. Der ominöseName (vrsks, Enterich, und ürskoü, in einer Pfütze steckend) ließaber durchaus keinen höheren Schwung zu. — Die langen Namender Spanier sind bekannt genug, aber folgende darauf sich beziehendeNachricht ist eS vielleicht weniger. Als der spanische Gesandte vonPhilipp II. nach England kam, beorderte Elisabeth, nach derSitte jener Zeit, einen reichen Bürger von London, John CutS,den Gesandten in ihrem Namen am Ufer zu empfangen. Als dieseraber den gar so kurz zugeschnittenen Namen John Cuts vernahm,hielt er die Sache für einen Schimpf, den man ihm anthun wollte,und schickte sich sofort an, unverrichteter Dinge wieder nach Spanienzurückzukehren. Doch ließ er sich am Ende bedeuten, und die sehrlangen DineS, die ihm der Mann mit'dem sehr kurzen Namen gab,schienen ihm recht wohl zu behagen.

Einen bereits durch andere Personen berühmten Namen zu ha-ben, kann wohl pur selten als ein Glück angerechnet werden. DieForderungen, die man an einen solchen Namenserben macht, über-steigen meistens die Kräfte desselben. Wenn jetzt ein zweiter Gibbon' mit einer Geschichte, ein zweiter Göthe oder Schiller mit einerSammlung Gedichte erschienen, so würde er und sein Werk mit ganzanderen Augen betrachtet werden, als wenn er einen bisher unbe-kannten Namen trüge. Die Nachfolger berühmter Autoren solltensich im Allgemeinen fern von aller Autorschaft halten. ThomasCorneille würde größer seyn, wenn sein Bruder Peter Corneillenicht so groß gewesen wäre. Albert Euler ist als Mathematikerbereits vergessen, weil er in dem blendenden Lichte seines Vaters,Leonhard Euler, wie ein Komet in der Nähe der Sonne, nichtmehr bemerkt werden konnte. Der Sohn des berühmten Racine