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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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36
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von 28 abgezogen, giebt 10, als die Menge Alaunerde, welche noch ein Schwindendurch die Verminderung des Raums, den die Masse einnimmt, Statt haben läßt.

§. 28.

Der Gebrauch des Cements oder Sandes unter dem Thon, vermindert dasSchwinden, aber zugleich auch seine Dichtigkeit, und vermehrt die Porosität. *

Es ist oben schon §. 13. ff. gezeigt worden, wie die Schmelzmittel nach Maaßgabeder größeren oder geringeren Oberfläche, welche die zu verglasenden Materien darbieten,wirken. Die Häfen, welche diese Schmelzmittel enthalten, werden nach und nach auchvon ihnen angegriffen und abgenutzt; und ihre Wirkung auf den Thon der Häfen ist destogrößer, je poröser er ist und je leichter ihre Materie von j>en Schmelzmitteln durchdrungenwerden kann; woraus dann folgt, daß die Häfen in diesem Zustande desto eherabgeschmolzen werden, und daß die Menge des neben dem guten Glas entstehendenthonarligen Glases desto größer ist, je poröser man die Häfenmaterie durch Zusatz vonCement zu der Thonerde macht.

Um diese verschiedenen Grade der Porosität zu beurtheilen, wurden aus Thon, der38 Procent Alaunerde enthielt, mehrere Gemenge mit feiner gebrannter Erde von altenHafen gemacht, und durch ein feines Sieb, wie die Becker gebrauchen, gesiebt. DasGanze wurde zu einem Teig gemacht, zum Trocknen bey Seite gestellt, endlich in einemHäfenauswärmeofen bey einer Temperatur von beyläufig 2000 Grad Reaum. gebrannt;mau wählte vorzugsweise diesen Hitzegrad, weil bey dem nämlichen die Häfen aufgewärmtwerden, ehe sie in den Schmelzofen kommen.

Nun wurden von jedem Gemenge ein Stück, ohngefähr 2 Unzen (61 Gran) schwer,abgewogen, jedes Stück mir einer Lage von weichem Unschlitt überzogen, und so vonneuem mit dem Ueberzuge gewogen.

So zubereitet, wurde nun jedes Stück im Wasser gewogen. Da die spezifischeSchwere des Unschlitts durch eine unmittelbare Erfahrung bekannt war, so konnte manaus jenen Gewichten die spezifische Schwere eines jeden Gemenges folgern. Was dierelative Porosität betrifft, so verhält sie sich umgekehrt, wie die materiellen Theile, welcheden nämlichen Raum ausfüllen, folglich umgekehrt, wie die spezifischen Schweren.

Die dritte Tafel enthält die verschiedenen Resultate, welche hierbey erhalten wurden.

Die Zahlen der letzten Spalte zeigen,.daß die Porosität weit geschwinder zunimmt,als die zugehörigen Dosen von gebranntem Thon. Es ist daher vortheilhaft, vielgebrannten Thon zu den massiven Theilen des Ofens zu gebrauchen, welche der Wirkungder Schmelzmittel nicht ausgesetzt sind, um ihr Austrocknen zu erleichtern. Aber beyBereitung der Häfen muß so wenig wie möglich genommen werden, damit sie nicht soleicht von den zu verglasenden Substanzen angegriffen werden.

1 Der Sand, der vorzüglich aus Kieselerde besteht, wird leichter von den znm Glasmachen dienliche» Schmelzinitteln angegriffen, als der Thon; eS folgt hieraus, daß man ihnnie zu Häfen, oder solchen Theilen des Ofens brauchen müsse, welche der Berührung