werden, folglich die Häfen weil kleiner sind, wie solches der Fall bey allenFabrikarionsarken ist, wo ein Arbeiter seinen Hafen allein ausarbeitet, wodiese folglich nur so groß seyn dürfen, daß dieses Ausarbeiten in der festgesetzte»Zeit möglich ist. In allen übrigen Fällen bedient man sich mit Vortheil derkreisrunden Häfen. Nun fragt es sich aber, wie hoch sollen diese seyn? Nachder Theorie sind unter mehreren, die gleichen Inhalt haben, die höchsten dl«besten, weil sie dem Feuer die größte Fläche darbieten, und überdies diekleinste Grundfläche haben, auf welche das Feuer nicht wirken kann. Alleinhierbey kommen dreyerley Umstände in Betrachtung. Nämlich i) das Fetterwirkt auf das bloße Glas weit stärker, als solches geschiehet, wen» es vorherden Thon der Häfen durchdringeit mliß.
Mehrere Beobachtungen haben mich belehret, daß diese Wirkung beyeinerley Thondickesich ohngefähr wie 6:5 verhält, das heißt, wenn eineGlasfläche von 5 □ Fuß unmittelbar von dem Feuer berührt wird, soempfängt sie in gleichen Zeiten so viel Hihe, als eine gleiche in 6 □ Fuß Flächevertheilte Masse, die mit einem i Zoll dicken Deckel bedeckt ist. Hierzu kommtnoch, daß die Hihe in dem Ofen gerade da am stärksten ist, wo sich dieunbedeckte Oberfläche des Glases befindet, so, daß dieses auch in dieserRücksicht stärker von dem Feuer angegriffen wird, als das an den Seltenwändendes Hafens liegende Glas, so, daß man das Verhältniß der Wirkung desFeuers, mit Rücksicht auf beyde Umstände, wie 4:5 ohne großen Fehlerannehmen kann. Man wird um so weniger hierbei) irre gehen, als beyErhöhung der Häfen, die Ausgänge der Flamme im Ofen ebenfalls erhöhet,folglich, wie ich unten zeigen werde, der Hihegrad vermehret wird. Dem-zufolge muß man also die Fläche der Seltenwände um eine Größe — 4vermehren, wenn man die obere Fläche des Hafens um eine Größe — 3vermindert. Der zweyte Umstand ist dieser, daß man die Häfen nicht mehrganz ausleeren kann, wenn sie eine gewisse Höhe überschreiten. Um diesesdeutlicher einzusehen, so besehe man die irre Figur der H. Kupfertafel. Diesestellt einen Durchschnitt des Ofens nach der Breite vor. a ist die Brustmaner;i> die Bank; c das Gewölbe- d ein Arbeitsloch; e ein auf der Bank stehenderHafen; und /g eine Pfeife, womit das Glas aufgenommen wird. Man siehtsogleich aus der Figur, daß man bey den dabey angenommenen Verhältnissen,mit der Pfeife den Boden des Hafens nicht erreichen, folglich denselben nichtkeer arbeiten kann. Würde die Brustmaner und der Hafen nur bis zu der biniexx reichen, so könnte man leicht auf den Boden kommen. Eben das erfolgtauch, wenn man die Hafenhöhe zwar beybehält, aber das Arbeitsloch entwederhöher, z.B. bis nach y macht, oder aber die Dicke des Gewölbes in der Gegenddes Arbeitsloches und der Brustmauer vor dem Hafen, vermindert, wie dier zte Figur zeigt. Allein auch dieses hat ein Größtes, welches nicht überschrittenwerden kann. Aus der bekannten Höhe eines Arbeitslochs und der Dicke des