io6
muß/ also nicht in einem Punkte dieses Raums größer seyn kann als in einemandern. 2) Wenn gleich richtig sey» mag, daß Hihestrahlen, die von einer Flächenach einem Körperchen außer ihr gehen, nach dem verkehrten Verhältniß derQuadrate der Entfernungen wirken; so ist eS doch nicht ausgemacht und erwiese»,daß die hinter jener Fläche in einem körperlichen Raum liegende strahlende Punkteeben diese Wirkung nach eben diesen Gesehen hervorbringen; es fragt sich noch,ob diese rückwärtsgelegene hihende Punkte, nicht ihre strahlende Eigenschaft(wenn solche wirklich existirt), bey denn Dnrchdringen der vorliegenden Punkteverlieren, ob sie nicht wenigstens vermindert wird, und blos durch Mittheilungwirken, indem sie den in der vorder» Fläche liegenden Punkten wieder ersehen, wassie durch die abgesendete Strahlen verlohren haben? Alles dieses kann höchstensnur der Fall seyn, wenn der zu erwärmende Punkt außerhalb der wärmendenMasse liegt; ist aber derselbe in diese Masse selbst eingetancht, so findet die Wirkungder Strahlen nicht mehr Statt: die zunächstgelegenen Wärniestoffcheilchen tretenan das zu erwärmende Körperchen; diese werden durch nachfolgende ersetzt, undalles dieses dauert solange, bis das Körperchen gehörig erwärmt und das Gleich-gewicht hergestellt ist. Die entferntgelegenen strahlenden Punkte können also aufdas Körperchen keine unmittelbare Wirkung haben, folglich kann auch dieHypothese, welche Loysel annimmt, nicht Statt finden, und daraus erkläretsich, meines Bedrückens, warum die Resultate seiner Rechnung nicht mit derErfahrung übereinstimmen.. Wenn ja noch eine strahlende Hitze in dem Ofenwirkt, so ist eS jene, welche von den Kohlen auf den beyden Herden herrührt: dadiese aber außerhalb dem Ofen und seiner Achse liegen, so werden diese Strahlentheils unmittelbar auf die Häfen, theils wenn sie von dem erhitzten Gewölbe wirklichrefleklirt wurden, nach allen Theilen des Ofens unregelmäßig hingeworfen, sodaß von ihm keine sonderliche Ungleichheit in der Temperatur zu fürchten ist.
II. Alles, was Loysrl bisher theoretisch über den Bau der Oefen vorgetragen hat,
entscheidet gar nichts über ihre vorkheilhafte Figur. Er hat zwar seine Unter-suchungen auf die ganze und halbe Kugel angewendet:- allein dadurch ist nichtentschieden worden, ob diese Figur auch die vortheilhafteste sey. Eine kleineUeberlegung zeigt, daß die Größe <P und ^ oben in N°. V. und TII. von derGröße des mit A()B und BQNO beschriebenen körperlichen Raums abhängt,wovon dx und dx' Elemente sind. Wäre dieser körperliche Raum mit demParallelogramm BOAR erzeugt worden, so würde ch noch größer ausgefallenseyn. Man siehet also, daß die kugelförmige Figur bey einerley Durchmesser nichtenmnck die vortheilhafteste ist, soudern daß die rylindrische oder kubische nochvortheilhafter wären, wenn Loysels Hypothese ihre Richtigkeit hätte.
III. Noch könnte man die Frage auswerfen: was denn die innere Figur des Gewölbesund der Seit.'nwände deS OfeuS, folglich die Gestalt der innern Fläche des Ofensfür einen'Einsinß auf die Temperatur irgend eines Punktes in dem innern Raumedesselben habe, da doch diese auf den höchsten Grad erhitzte, und wirklich hitzrnde