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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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N.

abhängt, dieses aber aus der atmosphärischen Luft herbeygeführet wird, sofolgt, daß ein Luftstrom von hinlänglicher Größe und Geschwindigkeit mußunterhalte» werden. Dieses wird erhalten:

l) Wenn die unteren Eingänge der Luft in den Herd, die gehörige, mit der Größedes Ofens und der Beschaffenheit des Brennmaterials im Verhältniß stehendeGröße haben. 2) Wenn die oberen Ausgänge der Flamme das erforderlicheVerhältniß gegen die unteren Eingänge haben, z) Wenn diese oberen Eingängeso hoch wie möglich über dem Herd angebracht werden, damit der Unterschiedder auf beyde Oeffnungen drückenden Luftsäulen desto größer werde.

Zu 1) Die Größe der unteren Eingänge der Luft kann nicht theoretisch bestimmtwerden, so daß sie auf jeden Fall paßt. Die mehr oder weniger trockeneBeschaffenheit des Brennmaterials und der atmosphärischen Luft müssen hierentscheiden, und da diese sehr veränderlich sind, so ist leicht einzusehen, daßes jene Oeffnungen ebenfalls seyn müssen. Es ist daher am besten, sie, wie ichunten zeigen werde, so einzurichten, daß sie nach Nothdurft großer und kleinergemacht werden können.

Zu 2) Die Größe der oberen Ausgänge der Flamme richtet sich nicht allein nachjener der unteren Eingänge der Luft, auch die Beschaffenheit des Brennmaterialsund der Glasmalerie hat Einfluß, je nachdem diese mehr oder weniger Dünstevon sich geben. Man siehet, daß man auch hier mit veränderlichen Größenzu thun hat, daß es also auch klüger ist, die obere Oeffnung so einzurichten,daß mau sie nach Erforderniß der Umstände größer und kleiner machen kann.L o ysel giebt zwar das Verhältniß der oberen Oeffnungen zu den untern fürzwey Fälle au, nämlich für Holzbrand und für Steinkohlenbrand; aber auchbey diesen ist die Sache, nach Verschiedenheit der Jahreszeit, der Witterungu. s. w. verschieden, weswegen ^es immer besser ist, die Einrichtung so zumachen, daß man sich in jedem Falle helfen kann.

Zu 3) Ich habe schon oben gezeigt, wie sehr durch die hohe Lage der oberenOeffnungen des Ofens über dem Herde, der Luftzug, folglich die Hitze verstärktwerde. In dem obern Theile des Ofens können jene Oeffnungen nur einebestimmte Lage haben, und das Gewölbe zu erhöhen, ist von keinem Nutzen,vielmehr beträchtlichem Schaden. Ueberhaupt haben das Gewölbe und derRaum, wo die Häfen stehen, also der obere und mittlere Theil des Ofens, eingewisses Maaß, welches in jedem Falle nicht abgeändert werden darf. Umalso doch die Höhe heraus zu bekommen, wovon hier die Rede ist, so mußman die Herde tiefer legen, und dieses hat noch nebenbei) den Vortheil, daßdadurch der innere Raum des Ofens nicht sehr vergrößert wird, denn dadurchnimmt der an sich schmale Raum zwischen den Bänken nur an Höhe zu,-während der obere weitere Theil des Osevs bleibt, wie er war. Es fragt sichaber nun: wie lief soll man die Herde versenken? Die Antwort ist: so tief, daß