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kein Gebälke angebracht werden darf, auf welchem man sogleich überallhinkommen kann, so breitet sich das Feuer mit einer solchen Geschwindigkeit aus,daß meistens alle Hülfe vergeblich ist. Dieses hat mich auf den Gedankengebracht, das Hüttengebände aus mehreren Theilen zusammen zu sehen, diezwar alle aneinander hängen, doch aber so abgesondert sind, daß das Feuernicht leicht von einem Theil zum andern kommen kann, daß man überall nur einsehr leichtes und wohlfeiles Dachwcrk nöthig hat, und daß die frische Luft dawo es nöthig ist freyen Zutritt erhält. Dieser Zweck wird erreicht, wenn mauden oder die Schmelzöfen in ein bis zu dem Dach hinaufreichendes massivesMauerwerk einschließt, und rundherum in einiger Entfernung die übrigen Oefenanbringt. Man bedeckt diese, wenn sie keinen sehr großen Raum einnehmen, miteinem Pultdach, das an die Hauptmauer angelehnt ist, oder im entgegengesetztenFalle, mit kleinen Dächern, deren Giebel au die Hauptmauer anstößt, wie ichunten weiter zeigen werde.
2) Wie groß muß eine Hütte seyn? Die Beantwortung dieser Frage hängt a) von derFabrikationsart; b) von der Menge des vorhandenen Brennmaterials, also vonder Menge der Oefen, tue alimentirt werden können; c) von dem Absah der zuverfertigenden Waaren ab. Jede Fabrikationsart erfordert ihre eigene Nebenösen,die bey der einen groß und viel, bey der andern klein und wenig seyn können.So erfordern Spiegelgießereyen die meisten und größten Nebenöfen, nach diesensind da, wo geblasene Spiegel gemacht wevden, die meisten und größten Oefennöthig; nach diesen folgen die Tafel- und Fensterglasfabrikationen von mancherleyArt; endlich erfordern die Hüllen, wo nur kleine Becherwaare gemacht wird, dengeringsten Raum. Wer so viel Brennmaterial hat, daß er eine» Ofen beständigdas ganze Jahr hindurch im Gang erhalten kann, der muß durchaus zweySchmelzöfen haben, denn da jährlich der Ofen neu aufgebauet, oder doch'wenigstens reparirt werden muß, und hierzu eine Zeit von wenigstens 2 bis 6Monaten erfordert wird, so folgt, daß man solange stille liegen und die Arbeiter,die gewöhnlich Monatslohn haben, umsonst bezahlen müßte, wenn man nureinen Schmelzofen hätte. Hat man deren aber zwey, so kann der eine allezeitgebauet oder reparirt werden, während der andere im Gang ist; auch hat manZeit genug, denselben langsam austrocknen zu lassen, und dadurch zu seinerDauerhaftigkeit beyzutragen. Wer Brennmarerral für Ofen hat, das heißt,wer einen Ofen 12 Monat, den andern aber 6 Monat in einem Jahr kann gehenlassen, der muß drey Schmelzöfen haben, wenn er müßige Zwischenzeitenvermeiden will. Wer zwey Oefen das ganze Jahr im Feuer erhalten kann, dermuß vier Oefen haben. Zwar ließe sich in diesem Falle auch mit drey Oefenauskommen: allein eS würde die Bau- oder Ausbesserungszeit des einen Ofensallemal in den Winter fallen, der zu diesem Geschäfte schlechterdings nicht tauglichist, es seye dann, daß ein Ofen nur so wenig Schaden genommen hätte, daßrr in 8 bis ig. Tagen ausgebessert werden könnte, wo man durch gelindes Feuer