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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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d. Kragstein, auf welchem e-'n Balken ruhet, an welchen das obere Theil

der Sparren e e. befestiget wird.

FF. das Dachwerk.

Die Mauern des Hauptgebäudes müssen solid aufgeführet werden, ambesten von Quadersteinen. Die Theile, welche der Hitze ausgesetzt sind, z. B.der Bogen über den Nebenöfen, welcher die Oeffnungcn EE. Fig. 26. schließt,müssen mit Backsteinen und Leimen , nicht mit Kalk gemacht werden. Auchist es gut, wenn Anker oben eingemauert werden, und besonders gerade überdem Schmelzofen keine queerüber laufende Balken, sondern statt derselben eiserneStangen angebracht werden, welche nicht nur das Mauerwerk, sondern auchdas Gebälke des Dachstuhls zustimmen halten.

UebrigenS ist es gut, wenn in den oberen Theilen des Gebäudes großeBütten aufgestellt werden, die man immer voll Wasser halt. Bey dieserVorsicht und einiger Aufmerksamkeit der Arbeiter wird es leicht sei)», sogleichHülfe zu verschaffen, wenn irgendwo Feuer auskommen sollte; und sollte ineinem ausserordentlichen Falle, der denn doch nur in Nachlässigkeit seinen GrundHaben kann, ein sehr starkes Feuer auskommen, und das ganze Dach verbrennen,so wird wenigstens der Schaden ungleich geringer, als bey der gewöhnlichenBauart seyn, und in sehr kurzer Zeit wieder hergestellt werden können.

Die Nebenofen, welche man hier in der Zeichnung, um Kupfertafeln zusparen, Hinweggelassen hat, werden allzeit au den Seiten CC und cc desGebäudes angebracht, wo sie am besten zur Hand sind, und wo man dasGebäude nach Nothdurft, das heißt, nach ihrer Größe verlängern kann. Untenbey Beschreibung der Nebenofen, sott allzeit angegeben werden, wo sie in derHütte anzubringen sind. Endlich giebt der beygefügte Maaßstab, die für diesenFall nöthigen Maaße der Theile an.

In Hütten, wo man runde Schmelzöfen mit einem angehängten kanalrförmigen Kühlofen hat, wie solches zur kleinen Glasmacherey gewöhnlich ist,lassen sich die Wände des Hauptgebäudes nicht gut vom Mauerwerk, und sonahe am Ofen, eben wegen seiner Gestalt anbringen. In diesem Fall ist eS ambesten, das Hauptgebäude auf mehreren starken hölzernen Säulen ruhen zu lassen,die aber in einiger Entfernung von dem Ofen angebracht werden müssen, um demFeuer nicht zu nahe zu seyn , und auch die Arbeit nicht zu hindern. Zu mehrererDeutlichkeit hac man nach der Encyclopedie methodique einen Grundriß einersolchen Anlage beygefügt. In der z>. Fig. 4:0 Kupsertafel ist

A. der runde Schmelzofen.

v. Der lange Kühlofen, der sich in der Kammer

6 endiget, wo die Waaren heranogenommeu werden.

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