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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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133
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Es bedarfhier keiner weiter» Erklärung, nur merke ich noch an, daß an einemArbeitsloch ein Schornstein gezeichnet ist, wovon oben schon, als einem Mittel,das Feuer zu verstärken, geredet wurde. Die große vorder^ bogenförmigeOeffnung wird während der Schmelzzeit mit einer Thonplalte ganz zugestellt;vor die innere kleine Oeffnung kommt ebenfalls eine kleine Platte, damitdie Flamme nicht zu stark in den Schornstein ströhmt; ste dient gleichsam zueinem Register bey Rcgulirung des Feuers. Hat man offene Häfen, so istder Schornstein nur einfach, hat man aber bedeckte Häfen, so ist er doppeltoder hat inwendig zwey Röhren, deren eine sich in den Ofen zwischen zweyArbeitslöcher öffnet und den Rauch aufnimmt, die andere aber die aus demHafen durch das Arbeitsloch ausströhmenden Dünste ableitet.

Außerdem ist unten bey x noch eine große Oeffnung gezeichnet, durch welchedie Gießhäfen ein- und ausgeschoben werden, wenn man dergleichen braucht.Es ist besser solche in die Mitte, und nicht nach französischer Art, in dieEcken zu stellen; denn da können sie, wenn sie das Schürloch nicht versperrensollen, nicht lang seyn, welches bey breiten Güssen nöthig ist. Hat man vielzu gießen, so kann die Großbank queer durch den ganzen Ofen gehen, so daßman 2 bis 3, auch 4 Gießhäfen stellen kann, dann werden auch zu beydenSeiten des Ofens solche Oeffnungen wie x angebracht.

yyyy sind Quadersteine, auf welchen die hölzernen Träger zzzz liegen, welchedie Darrbalken tragen, die rostformig darüber gelegt sind, auf diesen wirddas kleine Scheitholz gedörret.

42. Tafel 6. ist die äussere Ansicht des Ofens von der Seite der Schürlöcher.Hier ist

a. das Schürloch. Man siehet, wie die Vorwand eingesetzt ist. Fig. 65. Taf. 8.1 ist das Loch, durch welches das Holz eingeworfen wird; 2.2 sind Löcher,um den Herd zu reinigen, wenn sich etwas angeseßt hat. Alle Stückeaußer dem Kreuz 3. Fig. 66. und den beyden Flügelstücken 4.4. sind indem Schürloch fest, diese aber sind nur angelehnt, und durch das Verrückender Stücke 4.4. kann man den Luftstrohm reguliren. Die Figur 65. zeigtdas Vorwandgestell ohne Kreuz und Flügel. Wenn die Größe und Formdes Schürlochs gegeben ist, so ist es leicht diese Vorwandstücke zu zeichnen,und Formen machen zu lassen, in welchen man sie aus Ofenerve macht,und bann stark brennt, wenn ein Hafen aufgewärmt wird. Die 67. und68. Fig. zeigt, wie das Kren; und die Flügel angelehnet sind und stehen,ersteres zvird mit einigen Ballen nassen Lehm befestiget; die runden Löcherin jedem Stücke dienen, um eiserne Spieße durchzustecken, und sie ab- und zu-zutragen. Die Stücke sind alle 4 Zoll dick.

irb. ist eine s Zoll hervorstehende Platte, welche den Aschenfall bedeckt und dasKreuz sammt den Flügeln trägt; sie ist s — 6 Zoll dick, 16 Zoll breit,und fast so lang als das Schürloch breit ist.