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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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135
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leiden müssen, so nehmen diese Gewölbe bald Schaden. Wenn man sieaber aus einem feuerfesten Gestellstein macht, so halten sie mehrere Jahre.Die Steine werden so lang als das Schürloch gehauen, und so dir?, daßman zn dem halben Zirkel nur 7 Stücke braucht. Man hat einen Sandsteinin der Gegend von Frankfurt am Main , der aus Quarzsand bestehet, undeinen rochlichen Thon mit Glimmer vermischt zum Bindungsmittel hat;dieser ist ganz vortrefflich zu diesem Gebrauche.

44. Tafel 6. ist ein Durchschnitt nach der Breite,aaa. die großen und kleinen Abzüchte.

L>. der Fundament- oder Sohlstein. Man pflegt zwar an vielen Orten die Sohledes Ofens ebenfalls von gemachten Thonsteinen zu machen; allein da hkrrdie Risse ganz unvermeidlich sind, so dringt die Schlacke bald ein, und dadiese durch die viele Asche aus den Herden mit Fluß sehr überladen ist, sokann es nicht fehlen, daß sie das Fundament stark angreift. Aus dieserUrsache nimmt man lieber zur Sohle einen oder mehrere gute Sandsteine,so lang, daß sie 1 Fuß noch unter die Herde, und so breit, daß sie ebenfallsso viel unter die Bänke reichen. Man giebt ihnen 1 Fuß Dicke, behauetsie rein nach Art der Quaderstücke, und fügt sie genau an einander, wennes nicht Ein Stück ist ; den Zwischenraum füllt man erst mit trockenem Sandvon gebrannten alten Ofensteinen aus, und gießt Wasser darauf, in welchemnur wenig frischer Thon aufgelößt ist; das Wasser sinkt durch, und laßt dieThontheile zurück, und dieses hält so gut, daß selten etwas Schlacke durch-dringt.

cc. die Bänke. Wenn diese sollen gut und dauerhaft gemacht werden, somüssen sie aus Thonsteinen gemacht werden, die gerade die Form, welchehier der Durchschnitt zeigt, haben, und 2 Zoll dick sind; diesen werden aufdie hohe Kante neben einander gestellt, mit Thonspeiße (zu Brey verdünnterOfensteinerde) verbunden und mit Blaueln hart aneinander getrieben. Da aberdiese Steine in einem großenOfen oben zo, unten HvZoll breit, und 28Zollhoch sind, so lassen sie sich nicht gut behandeln, und brechen leicht, damau sie wegeu dem Schwinden gerne etwas hart verarbeitet: man thut daherbesser, wenn man erst unten vier Lagen von Thonsteinen, die 16 Zoll lang,

8 breit, 2 dick sind, horizontal aufschlägt, dann die Banksteine, die nunnur noch ro Zoll hoch, oben 30, unten 37 Zoll breit sind, aufstellet. Siemüssen l — 2 Zoll unter die Brustmauer gehen; geschiehet dieses nicht, solößen sie sich ab, es entstehet eine Spalte, in welche Glas und Schlackedringt, und die Bänke ganz zu Grunde richtet. Ganz verwerflich ist dieMethode, die Backsteine horizontal zu legen; die obersten Lagen loßen sichbald ab, und wenn man Häfen aufbricht, so bleibt das Abgelößte daranhängen, und die Bänke sind verdorben, welches dann das Auslöschen desOfens nach sich ziehet.