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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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144
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so müssen nun vordersamst die verschiedenen Arten von Ofensteinen gemachtwerden. Hier braucht man nun a zn dem Fundament, z» den Schürlöcher-widerlagen, und zu den Wänden, Steine von 16 Zoll lang, 8 Zoll breit,und i" dick.

b. In dem Falle, daß man zu den Schürlöchergewölben, oben angegebener-maßen, keine tauglichen Sandsteinechaben kann; so macht man Thonsteine r Fußlang (wenn nämlich das Schürloch 3 Fuß lang ist, sonst in jedem Fall § dieserLänge), tc, Zoll hoch, unten r§ Zoll dick, und oben so, wie es der halbkreis-förmige Lehrbogen ausweiset. Ein Theil dieser Steine wird in der Mitte voneinander geschnitten, so daß Stücke von 1 Fuß Länge entstehen; dann macht einganzes nnd ein halbes solches Stück die ganze Länge des Schürlochs aus. Manverarbeite diese Steine so trocken wie möglich, damit sie nicht zu sehr schwinden,denn Riffe sind hier von sehr unangenehmen Folgen/ Man lasse sich aber nichtgelüsten, diese Steine zu brennen, während man die übrigen Theile des Ofensvon weichen Steinen macht, denn dieses würde zuverläßig einen beträchtlichenRiß in dem Gewölbe nach sich ziehen. Kann man aber Sandsteine von guterQualität haben, so scheue man keine Kosten, und wenn das Gestelle von 14 Stückauch 100 Thlr. kosten sollte, so wird es niemand gereuen.

c. Die Arbeitslöcher sind entweder kreis- oder ovalrnnd, oder Halbrund, halbparal-lelogrammförmig. In jedem Falle muß man von Brettern einen Lehrbogen machenlassen, der dem Queerschnitte des Lochs gleich ist. Der untere Theil des Lochs,er sey geradlinigt oder krummlinigt, wird allezeit von den Steinen N°.,a gemacht,zu dem obern bogenförmigen aber werden keilförmige Steine erfordert; man giebtder schmalen Seite höchstens l Zoll, der Höhe 7 — 8 Zoll; die obere Dicke giebtder Lehrbogen an, die Länge kann aber nicht genau bestimmt werden, denn dieserichtet sich nicht nur nach der Dicke des Gewölbes, sondern auch nach der Neigungdes Anfangs des Gewölbes. Wenn dasselbe 12 — 14 Zoll dick ist, so gebeman den keilförmigen Steinen 18 — 20 Zoll Länge; bey dem Einsehen lasse mansie in- und auswendig, so weit wie möglich, vorstehen, damit man viel zumWegschneiden übrig behält; auf diese Weise wird der Bogen dicht, und maukaun ihm die verlangte Form sehr leicht geben.

ck. Gewölbesteine sind von dreyerley Art, wenn dasselbe nämlich ovalförmig ist.Die erste Art wird nach dem kleinen Bogen des Ovals gerichtet, sie ist 14 Zollhoch, toZoll breit, unten i^Zolldick, und oben wie es der Lehrbogen ausgiebt.Die zweyte Art ist ebenfalls keilförmig, aber nach dem großen Bogen des Ovalsgerichtet, igZoll hoch, 5 Zoll breit oben und unten, 1f Zoll dick unten undoben, wie der Lehrbogen ausweiset. So bald die erste Gattung, die bis an dasEnde des kleinen Bogens Fig. . reichen muß, verbraucht ist, sucht man diebis hierhin fast viereckle Oeffnung des Gewölbes mehr in das Runde zu ziehen,deswegen sind die Steine schmäler als die ersten; auch trägt man u> den Eckenallemal zwey Lagen Steine ein, die man an beyden Seiten verlohren auskaufen