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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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145
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e.

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während an dem geraden Theil der Oessnung nur eine Lage eingetragenwird. Ist dieses einigemal geschehen, so wird die Oessnung ziemlich rund seyn;man' schlagt nun in den Mittelpunkt des Lehrbogens oben auf seine Peripherieeinen Nagel ein, befestiget daran einen Faden, und indem man mit demselbenherum fahrt, siehet man, ob die Oessnung kreisrund ist, und hilft durch weg-schneiden nach, wo es fehlet. Nun ist die dritte Art Gewölbesteine nöthig, diesesind nur >2 Zoll lang, unten 4 Zoll breit und i| dick, oben aber so breit unddick, als es der große Bogen des Ovals angiebt. Zu der Form dieser Steinemuß der Tischler zwey Lehrbretter haben; beyde werden an die Peripherie desgroßen Bogens gelegt, auf den anstoßenden Rand des einen trage ich i± Zoll,auf das andere aber 4 Zoll; durch die erhaltene» Punkte ziehe ich aus dem Mittel-punkt des großen Bogens gerade Linien, gebe diesen die Länge von >2 Zoll,schneide die Bretter darnach aus, so sind sie fertig. Uebrigens können die Flächendieser Steine gerade seyn: denn ob sie sich gleich an eine krumme Fläche anschmiegensollen, so schadet das doch nichts, weil man sie als weiche Massen leicht so treibenkann / daß sie die verlangte Gestalt annehmen.

Endlich sind noch Banksteine erforderlich. Der Untersaß der Bäncke wird, ausoben angeführten Gründen, 8 Zoll hoch mit horizontal gelegten Steinen vona belegt, und da die Bänke 28Zoll hoch über dem Fundamentstein sind, somüssen die Banksteine noch eine Höhe von 20 Zoll, oben 30 Zoll, unken27 Zoll Breite, und 2.Zoll Dicke haben, wie oben schon gezeigt worden ist.AUe diese Steine werden, wie gesagt, in Formen gemacht. Man kann ihrermehrere anf ein Brett, oder welches besser ist, einen jeden auf ein besonderesBrect von Eichenholz machen ; diese Bretter werden vor dem Gebrauch in Wassergelegt: denn wollte man sie trocken brauchen, so würde der feuchte Thon die eineSeile anfeuchten, und Gelegenheit geben, daß sie sich krumm ziehen, und dieSteine zerreißen. So bald die Steine so viel Consistenz erhalten, daß man sieauf die hohe Kante stellen kann, werden sie von den Brettern weggenommen,an einem schattigen Ort auf die hohe Kante gestellt, und hier bleibe» sie so lange,bis man nur mit Mühe einen Eindruck mit dem Daumen machen kann. Nunwird Stück für Stück von neuem in die Form gelegt, die sie nun nicht mehrganz ausfüllen; man schlägt mit einem Bläuel, bis sie die Form wieder ausfüllen;hierdurch werden sie wieder etwas weich , sie nehmen die Gestalt der Form genauan, bekommen scharfe Kanten, und sind nun wie sie seyn sollen. Man stellt siewieder einige Zelt auf die hohe Kante, damit sie die erhaltene große Weichheitwieder verlieren, und wenn sie die oben angegebene Consistenz erlangt haben, sosiild sie zum Verbrauch geschickt. Sollten Umstände eintreten, däiß man sie nichtgleich verarbeiten könnte, so legt man sie in Stößen von 60— 80 Stück aufeinander, und bedeckt sie mit feuchten Tüchern von grobem Packtuch, damit sienicht zu trocken werden. Auch ist es wohl gethan, nicht alle Steine zu einemOfen auf einmal zu machen. Im Frühjahr und Sommer, und zu keiner andernZeit soll man Oeftn bauen, werben sie in Zeit 8 Tagen zum Verbrauch geschickt;