14 9
ausmacht, in eine beliebige Anzahl Theile, je mehr desto besser. In eben soviel Theile wird auch die Grundiinienlatte cd Fig. 36. des DiagoualbogenSgetheilt, und auf beyden Bögen,' durch die Theilungspunkte, gerade Linien,die auf dc und cb senkrecht stehen, bis an die Peripherie gezogen. Die Linien1.1. 2.2. auf dem Normalbogeu, trage man auf die korrefpoudirende» Linienj.i. 2.2. rc. des Diagoualbogeus. Durch die Endpunknk-dieser Linien zieheman gerade Linien, schneide den Bogen darnach aus, so hat man eine» Diagonal-bogen , der in allen Punkten (beynahe) mit den Normalbögen korrespondirr.Nachdem nun die obere Gleichung der Seitenwände setzwaagig gemacht worden,und die Anlage angegebenermaßen gezeichnet worden, so werden die Bögen auf-gestellt, mit Pfosten gehörig unterstützt, und an jeden Mittelpunkrnagel, zu ben-den Seilen, eine Schnur befestiget; so oft man einen Stein gelegt hat, halt mandie zugehörige Schnur an, und untersucht, ob die Flachen des Steins in derRichtung durch den Mittelpunkt liegen. Ehe man aber an das Gewölbe gehet,werden vordersamst die Arbeitslöcher angelegt, die zugehörigen Lehrbögen einge-stellt, und überwölbt, wobey mau denn die Steine, sowohl in - als auswendig,als auch in den» Loche selbst , so weit übergehen laßt, daß noch mehrere Zolle zumBläueln und Ausschneiden übrig bleiben ; zu welchem Ende man eine Richtscheit,über 2 Diagonal- und einen Normalbogen leger, und auf dem Thon die Liniebemerkt, welche abgeschnitten werden muß. Sobald die Arbeitslöchergewölbegeschlossen sind, werden die Zwisrhenräume zwischen ihm so ausgeschnitten, baßeine Verzahnung entstehet, in welche nun Gewölbsteine N°.d. 1., nachdem sie aufdie erforderliche Breite geschnitten worden, so eingelegt werden können, daß sievollkommen schließen. Indem man mir dieser Arbeit beschäftiget ist, wird dasGewölbe auf der Schürlöcherwaud immer mit fortgesetzt; jeder Stein wird nichtnur scharf angeschlagen, sondern auch seine Seitenfläche allemal etwas beyge-trieben, bannt der folgende Stein, dessen Seitenfläche man in entgegengesetzterRichtung ebenfalls etwas beyschlägt, nicht blos neben den ersten, sondern etwasüber denselben reiche, s. Fig. 21. b. Taf. 2. In der erforderlichen Höhe werden,wie oben gezeigt, die Lünetkenhölzer eingelegt, und mit dem Zuwölben so fort-gefahren, wie oben bey N°. d. gezeigt worden ist. Wenn das Gewölbe bis auf8 und 9 Zoll zu ist, so verfertiget man von mehrern zusammen gelegten Steineneinen Schlußstein, schneidet ihn so zu, daß er wohl passet, und treibt ihn ein.Nun muß täglich ein - bis zwcymal mit Bläueln aller Theile des Ofens fortgefahrenwerden, und erst dann, wenn der Bläuel keinen Eindruck mehr macht, wirdder Ofen auf das gehörige Maaß überall, mit den oben angezeigten Instrumenten,ausgeschnitten, wozu die Normallinien, und die noch stehenden Lehrbögen diebeste Anleitung geben. Wollte man dieses Ausschneiden eher vornehmen, sowürde die ganze Figur, durch das nachfolgende Bläueln, wieder ganz verdorbenwerden. Bey diesem Ausputzen des Ofens bemerke ich nur noch, daß man denBänken f bis | Zoll Fall nach der Brustwand zu giebt; denn da die Bänkevorne die stärkste, hinten aber nur sehr geringe Hitze ansstehen, so wird der