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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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zu werden. Dünne Gewölbe sind dauerhafter, und gienge wirklich auch etwasWärrnestoff verlohren, so kömmt er der darüber befindlichen Holzdarrezu gut.

Ich sollte nun auch den Bau der Schmelzöfen anS gebrannten Steinennäher'beschreiben: allein ich halte es für unnöthig. Wer d.rs Bisherige begriffenhat, wird sich mir Hülfe eines Maurers wohl helfen können. Ich habe obenschon gezeigt, worin das Gewölbe dieser Oefen von den übrigen unterschieden ist,woruach man also die Rüstung einzurichten hat.

Nur muß ich noch dieses bemerken : 0 Alle Steine werden hier wenigstens4 Zoll dick gemacht, damit es weniger Fugen im Ofen giebt. 2) Die Steinewerden nach dem Brennen mit grobem Sand an einander gerieben, damit siegut schließen, g) Der Maurer muß bey dem Einsehen darauf sehen, daß dieinnere Fuge so genau schließet, daß sie fast keinen Mörtel bedarf; in die äussereFuge aber darf ohne Bedenken desto mehr Mörtel eingetragen werden, der, wiesonst, nichts anders als eine verdünnte Ofensteinmaterie ist. 4) Die Bänkekönnen auch nicht wohl aus stehenden Steinen zusammen gesetzt werden; denndiese würden sich leicht trenne». Man macht sie deswegen mit liegenden Steinenvon 4 Zoll Dicke, und oben darauf werden so viel große Steine, von $ —6 ZollDicke, gelegt, als Häfen find; geht man vorsichtig mit dem Aufbrechen der altenHäfen um, so geht es noch ziemlich gut.

8- Ich komme nunmehr zur Bedienung des Ofens. Um das Feuer gehörig zuregieren, muß erstlich in die Schürlöcher die Verwand eingesetzt werden, welcheoben schon hinlänglich beschrieben ist; zweytens kommt vor jedes Lünette, undzwar vor die Oeffnung desselben, die in die Nebenöfen siehet, ein Schieber vongebranntem Thon, der in einer Falze beweglich ist, und womit man die Oeffnungnach Gefallen vergrößern oder verkleinern kann. Drittens sind Platten vongebranntem Thon nöthig, welche vor die Arbeitslöcher gestellt werden; durchdiese erhalten die Ausgänge der Flamme diejenige Größe, welche der Größe derEingänge der Luft angemessen ist. Man hat dreyerley Arten, wie Fig. 51. S2.53. zeiget. Die erste Art wird während der Schmelze gebraucht, sie bedeckt dasArbeitsloch am wenigsten; die zweyte wird während der Läuterung gebraucht, siebedeckt das Lcch etwas mehr; die dritte dient endlich zu Zeiten, wo der Ofenruhet, und man die Hitze gern beysammen halten will; sie bedeckt das Loch ganz.Die Höhe und Breite dieser Platten richtet sich nach der Größe der Löcher, undsie muß immer einige Zolle mehr betragen als diese; ihre übrige Form , besondersder ersten Platte, muß lediglich durch Erfahrung bestimmt werden. Man verfer»tiget nämlich anfänglich aus freyer Hand mehrere Platten , welche die Löcher in verrschiedenen Verhältnissen bedecken; man stellt jede Art für sich allein vor, und beobrachtet nach der oben gegebenen Anweisung, welche Platten die besten Dienste thun.Nach diesen läßt man eine Form machen, und verfertigt künftig alle Platten inderselben. Noch besser aber ist es, wenn alle Platten so groß sind, daß sie das

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