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des Ofens; daher muß man sich bey dem Einsehen hüten, keine Materieneben die Häfen zu werfen. Wenn Glas, und vorzüglich Glasgalle, dieden Thon so sehr anfrißt, ausgeschöpft wird, so darf nichts neben dieHäfen kommen; endlich, wenn man merkt, daß ein Hafen ausgehen will,so muß er augenblicklich ausgeschöpft werden. Da selten ein Hafen sehrschnell ausgehet, so hat man gewöhnlich Zeit genug hierzu.
Endlich gehöret noch hierher die öftere Reinigung der Grube des Ofens.Dieser 6 Zoll tiefe Raum zwischen den Herden füllt sich oft mit abgeflossenemGlas und geschmolzener Asche an, und bildet eine Schlacke, lauft dieseüber, so verseht sie die Herde, und diese sind denn, ohne sie zu ruiniren,nicht wohl zu reinigen. Deswegen soll man nie so lange warten, bis esso weit gekommen ist, sondern in Zeiten die Reinigung vornehmen. Manverfährt dabey folgendermaßen: Zuerst wird die Oeffnung unter dem Rost, wennein großer Kanal vorhanden ist, mit einer Plane bedeckt; dann füllt mauden Aschenfall, den ganzen Herd wenigstens handhoch, und den Raumvor dem Schürloche ganz mit Kohlen an, so, daß hier eine schiefe Flächeentstehet, über welche die Schlacke ablaufen kann. Oben in dem großenSchürlochgewölbe ist ein Haken eingemauert, an welchen man eine Kettehängt; eine starke eiserne Krücke mit ivZoll breitem Haken, und i6 Fußlangen Stiel, wird an diese Kette gehängt, so kann man sie leicht hin undher bewegen. Fünf bis sechs Arbeiter ergreifen den Stiel, tauchen denHaken in die Schlacke, und ziehen schnell und wiederholt an sich, und dasso lange, bis die Grube möglichst rein ist; die Schlacke wird dadurch aufden Herd geschaufelt, sie fließt vor dem Schürloche zusammen, und dievielen aufgeschütteten Kohlen verhindern, daß sich nichts auf dem Herdeim Rost - und Aschenfall anseht, auch alles sich leicht ablöset. Die Krückewird von der Kette losgemacht, in die noch flüßige Schlacke gelegt, so daßihr ganzer Haken darinnen steckt. Nachdem die Schlacke ziemlich erstarretist, fassen die Arbeiter den Stiel der Krücke, und ziehen so den ganzenSchlackenklumpen auf einmal der Hütte hinaus. Damit der Ofen nicht zusehr abkühle, wird im entgegengesetzten Schürloche stark geschücet, auchnach vollendeter Operation die Verwand gleich wieder eingesetzt.
Uebrigens trägt zur Conservaüon des Ofens auch noch sehr viel bey,wenn man keine andere als wohlgereinigte Alkalien einseht. Geschiehetdieses nicht, so entstehet gewöhnlich viele Glasaalle, und diese ist als einsehr wirksames Auflösungsmittel, sowohl in flüssigem Zustande, als inDampfgestalt, dem Ofen und den Häfen äusserst gefährlich und nachtheilig.
Wird alles bisher Gesagte genau beobachtet, so kann der Ofen 16 bis>8 Monate in Einem fortgehen; dann ist nur eine Reparatur der Bänke,der Herde und Brustmauern nöthig, welche in 14 Tagen gemacht ist, derübrige Ofen und das Gewölbe hält aber z bis 4 solcher Campagnen aus,wie mich eine vierzehnjährige Erfahrung belehret hat.