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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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160
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das giebt für 2 Löcher 50 kH Zoll, es bleibt also für jede Flügeleffniing Fig.68 . Taf. 8 - bey s. s. noch 8 > Zoll übrig, und da diese iü Zoll hoch sind, somüssen dir Flügel diese Oeffnung bis auf $ Zoll bedecken.

Die Flammenausgänge lassen sich nicht bestimmen, sie hängen von demDurchmesser der Waare ab, die nach der Fabrikationsart gemacht werden soll.Man regulirt sie wie oben gesagt.

Ein solcher Ofen soll nach LoyselS Angabe jährlich 45000 Centnertrocken Buchenholz verzehren. Nun wollen wir den oben beschriebenen »imeckten Ofen mit einem Ovalgewölbe ebenfalls berechnen, und eine Vergleichungmit dem Loyselschen anstellen.

Der Ofen hat, wie dieser, 8 Fuß Weite, und eben so große Häfen;die Maaße des GrubenraumS sind die nämlichen, also sein Inhalt = 40 Kubik-fnß. Der Häfenraum ist 30 Zoll hoch, sollte eigentlich 32 seyn, aber weil dieBänke sich nach und nach beträchtlich sehen, so kommt die rechte Höhe baldheraus. Sein Inhalt ist also r bo Kubikfuß. Das Gewölbe zu berechnen, hatmehr Schwierigkeit, da es nicht aus einer einzigen krummen Linie, sondern auszwei) Kreislinien von verschiedenen Halbmessern bestehet. Man muß es alsotheilweise berechnen, und zn dem Ende geschickt in leicht zu behandelnde Theilezerlegen. Wenn man einen Blick auf d-e 6z. und 64. Fig. Taf. 8- wirft,deren erstere den Grundriß, letztere den Durchschnitt des Gewölbes vorstellet,so bemerkt man gleich, daß dasselbe aus folgenden Theilen bestehe. Erstlich aus4 Cylinderabschnitten, wie ab es, deren Querschnitt bdf Fig. 64. ist; da daSStück fib Fig. 63. dem Stück hld, und dieses dem Stück hkd gleich undähnlich ist, so ist der schiefe Cylinderabschnitt bdhf = fikd. Man findetalso seinen Inhalt, wenn bdf Fig. 64. als Basis mir di Fig. 63. multipliciretwirt 1 . ZweytenS bestehet es aus dem Parallelepipedum, dessen Grundflächedas Quadrat e f gh Fig. 63. und Höhe = b d. ist. Endlich bestehet es drittensaus dem klostergewölbförmigen Theil amb, welcher das Parallelepipedumbedeckt, ebenfalls das Quadrat e kgb zur Grundfläche und lm Fig. 64. zurHöhe hat.

Aus der eben gegebenen Construktion der Ovallinie siehet man, daß mandie Linien, welche Fig. 63. und 64. enthalten, durch eine sehr leichte Pro-portion und den Winkel bhf Fig. 64. durch die einfachste trigonometrischeOperation erhalten kann. In der Ausübung find diese Umstände nicht nöthig;man macht eine Zeichnung nach einem großen Maaßstab, und mißt alle erfor-derlichen Linien, die Größe des Bogens bf, in Langenniaaß aber berechneman, denn geometrische Schärfe ist hier so wenig nöthig wie möglich.

Bey