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z. Darröfen.
Sie dienen, das kleine Holz, womit der Schmelzofen bedienet wird, trockenzu machen. Diese sind die verwerflichste Erfindung, die man sich nur denken kann;denn erstlich erfordern sie einen besondern und zwar sehr ansehnlichen Holzverbrand,welcher unnöthig ist; zweytens, leisten sie keine vollkommene Dienste, der TheildesHolzes, der am weitesten vom Feuer absiht, erhält nicht nur keine hinreichendeWärme, sondern wird auch noch mit den Dämpfen des vorliegenden Holzesimpregnirt, muß also zum Zweytenmal eingesetzt werden; drittens, fangen siesehr oft Feuer; wird mit Wasser gelöscht, so wird wieder vernichtet, was manschon gethan hat, wird aber durch Abschneidung der Luft gelöscht, so ist dieses,wegen der Unmöglichkeit, eine vollkommene Lufldichtigkeit bey solchem Mauerwerkzu bewirken, mißlich; das Feuer kann heimlich fortglimmen, und giebt es gleichkeine Flamme, so verkohlt das Holz doch wenigstens, wie man bey dem Ausschlagendesselben deutlich siehet. Viertens, dieser Oefen werden zu einem Schmelzofenviele erfordert, wenigstens 4 bis 6, deren jeder 12 Fuß in das Quadrat, und6 — 8 Fuß Höhe hat. Sie sind also kostspielig in Anlage und Erhaltung; sieerfordern auch eigene Leute zur Bedienung, lauter Grunde, die meine Behaupttung rechtfertigen. Alles dieses fällt weg, wenn das Holz über den Schmelzöfen, aufDarrbalken'gedörret wird, hier kann, wegen der Struktur desOfsUs, kein Feuer,selten ein Funke, an das Holz kommen; dieses ist von allen Seiten frey, liegtfolglich im Auge; ein einziger Stoß gegen die brennende Stelle von innen nachaußen, wirft diese sogleich auf den Boden, und löscht den Brand. Die Lufthat überall freyen Zutritt, und ist ohnehin, wegen der Hitze des Ofens, in derstärksten Bewegung; dieses befördert das Trocknen, auch können in 24 Stundengar wohl 200 — 250 <£t. Holz getrocknet werden. Wer eine gute Einrichtungdieser Art gesehen hat, wird mir seinen Beyfall nicht versagen. 'Ein Andererwird sich nicht überzeugen können oder wollen; dem kaun ich nicht anders rathenals zu gehen und zu sehen; seine Augen und hundertjährige Erfahrungenwerden ihm die Ueberzeugung aufdringen. Ich kenne ein Werk, das sonst jährlich2522 Maaß Holz zu verzehren hatte, und glaubte, es könnte nichts mehr ersparetwerden. Ein vernünftiges Finanzkollegiun, sagte: wir können künftig nicht mehrdenn 8 bis 902 Maaß hergeben, damit macht was ihr könnt. — Nach wenigJahren brachte man es dahin, daß eben so viel Glas, als vorher, gemachtwurde, und hier war die Abschaffung der Darröfen ein Hauptstück.
Bey so bewandten Umständen muß man sich beynahe ein Gewissen machen,diese Einrichtung durch Zeichnungen noch weiter zu verbreiten. Ich begnügemich daher nur zu sagen, daß sie, außer oben bemerkter Form und Größe, ganzden eben beschriebenen Aufwärmeöfen Taf. 8- Fig* 71. gleich sind, nur ist bey xnoch in die hintere Mauer ein Loch angebracht, welches mit einer Platte zugestelletwird; kommt Feuer aus, so reißt man diese auf, belegt die Oeffnung b mit einerPlatte und nassem Lehm, macht x wieder fest zu, und verfährt eben so mit der